Neuer Akteur in Syrien: Drusen fordern Föderation von HTS
Die in Syrien lebenden Drusen haben in einer schriftlichen Erklärung von der HTS eine Föderation gefordert. In der Erklärung, die sich gegen al-Jolani richtet, heißt es: „Die Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie al-Jolani, die mit Terrorismus und Extremismus in Verbindung stehen, gefährdet unsere nationale Haltung und unseren legitimen Kampf.“
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Die in Syrien lebenden Drusen haben eine Erklärung veröffentlicht, in der sie sich an die Hayat Tahrir al-Sham (HTS) wandten, die aus der ehemaligen syrischen Al-Qaida-Tochter Al-Nusra-Front hervorgegangen ist und die Kontrolle in Teilen Syriens übernommen hat. Mit ihrer Erklärung äußerten die Drusen ihren Protest gegen den HTS-Anführer al-Jolani.
Die Drusen, die in der Region Suwaida an der syrisch-jordanischen Grenze leben, erklärten in dem Schreiben: „Die Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie al-Jolani, die mit Terrorismus und Extremismus in Verbindung stehen, gefährdet unsere nationale Haltung und unseren legitimen Kampf.“
In der Erklärung wurde zudem darauf hingewiesen, dass Personen aus dem Umfeld von al-Jolani 500.000 Dollar ausgegeben hätten, um die politische Haltung der Bevölkerung in der Region zu beeinflussen, was mit großer Sorge beobachtet werde.
Laut einem Bericht von Rudaw enthält die Erklärung eine Forderung nach Föderalismus und äußert sich wie folgt zur HTS:
„Die Errungenschaften der Bevölkerung von Suwaida und Dschabal al-Duruz untergraben: Unser Ruf nach einem föderalen Projekt ist Teil eines Kampfes zur Sicherung der Rechte aller Syrer und kein Instrument, um den Interessen externer Mächte zu dienen oder eine zentralistische, unterdrückerische Herrschaft erneut aufzuzwingen.
Unsere nationale Haltung schwächen: Die Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie al-Jolani, die mit Terrorismus und Extremismus in Verbindung stehen, gefährdet unsere nationale Haltung und unseren legitimen Kampf.
Suwaida in zweifelhafte Konflikte ziehen: Diese Schritte zielen darauf ab, Suwaida zum Spielball regionaler und internationaler Kalküle zu machen, was unseren Interessen nicht dient und unsere Region auf Kosten unserer nationalen Rechte und Erwartungen in ein Konfliktgebiet verwandeln wird.“
„Wir, als Kinder und Enkel von Sultan Basha al-Atrash in Suwaida und Dschabal al-Duruz, akzeptieren keine Vereinbarung mit al-Jolani oder anderen extremistischen Kräften und betrachten diese Bewegungen als Verrat an unseren nationalen Erwartungen“, heißt es am Ende der Erklärung, die wie folgt schließt:
„Wir werden nicht zulassen, dass unsere Region zu einer Plattform für den Einfluss terroristischer Gruppen oder zur Wiedereinführung unterdrückerischer zentralistischer Verwaltungen wird. Unsere legitimen Rechte werden nur durch eine gerechte Verfassung und ein nationales Projekt geschützt, das die Rechte aller Parteien sichert. Dschabal al-Duruz wird weiterhin eine Bastion der Ehre und Freiheit bleiben und sein Erbe und seine Geschichte niemals gegen falsche Versprechungen oder zweifelhaftes Geld verkaufen.“
Unterdessen ist eine HTS-Delegation nach Suwaida gereist, um sich mit dem geistlichen Oberhaupt der drusischen Gemeinschaft, Scheich Hikmat al-Hidschri, zu treffen.