Neuer Hinweis zum verschollenen Malaysia-Flugzeug: Mysteriöses 6-Sekunden-Signal entdeckt
Forscher der Universität Cardiff in Wales gaben an, dass an einer Unterwasser-Abhörstation in Australien ein 6-sekündiges Signal aufgezeichnet wurde, das zu der Zeit empfangen wurde, als das seit 2014 vermisste malaysische Flugzeug vermutlich abgestürzt ist. Dies könnte ein entscheidender Hinweis auf den genauen Ort und Zeitpunkt des Absturzes sein.
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Es gibt eine neue Entwicklung im Fall des malaysischen Flugzeugs, das 2014 bei einem Unfall abstürzte und von dem seitdem jede Spur fehlt.
Laut einem Bericht der britischen Zeitung The Telegraph haben Forscher der Universität Cardiff Signale entdeckt, die am 8. März 2014, dem Tag des Verschwindens des Malaysia-Airlines-Fluges MH370 auf dem Weg von Malaysia nach China, über Unterwassermikrofone im Indischen Ozean aufgezeichnet wurden.
Die Forscher, die darauf hinweisen, dass das 6-sekündige Geräusch, das zu der vermuteten Absturzzeit aufgezeichnet wurde, bei der Lokalisierung des Wracks helfen könnte, erklärten, dass ein 200 Tonnen schweres Flugzeug, das mit einer Geschwindigkeit von 200 Metern pro Sekunde aufschlägt, eine kinetische Energie freisetzen könnte, die einem kleinen Erdbeben entspricht.
Die Forscher betonten, dass diese Menge an kinetischer Energie von Unterwassermikrofonen in Tausenden Kilometern Entfernung aufgezeichnet werden könne, und verwiesen auf zwei Unterwasser-Abhörstationen in der Region.
Die Forscher gaben an, dass sich die beiden Stationen, die als Überwachungszentren zur Kontrolle des umfassenden Atomteststopp-Vertrags der Vereinten Nationen eingerichtet wurden, auf der Insel Diego Garcia im britischen Überseegebiet sowie in der Region Cape Leeuwin in Australien befinden.
Dr. Usama Kadri von der Universität Cardiff stellte fest, dass von den beiden Abhörpunkten, die die Signale innerhalb weniger Minuten erreichen könnten, Cape Leeuwin zum fraglichen Zeitpunkt eine Aufzeichnung gemacht habe, während in Diego Garcia keine Aufzeichnung gefunden wurde.
Kadri erklärte, dass dieser Umstand Fragen zur Quelle des Geräusches aufwerfe und dass in der Region eine Signalübung mit Explosionen durchgeführt werden könnte, die eine ähnliche Energie freisetzen würden.
Kadri führte aus, dass, falls bei einer solchen Übung eine ähnliche Signalmessung aufgezeichnet würde, dies den genauen Standort des malaysischen Flugzeugs aufzeigen könnte; sollten die Signale jedoch nicht zusammenhängen, könnten das Suchgebiet und die geschätzte Absturzzeit neu bewertet werden.
KEIN EINDEUTIGES SIGNAL GEFUNDEN
Kadri betonte, dass sie an der Nutzung dieser Technologie für Einsätze bei Unfällen in Ozeanen arbeiteten und sagte: "Leider haben wir kein Signal mit der nötigen Eindeutigkeit gefunden, um eine neue Suche nach dem vermissten Flugzeug zu starten. Wenn die Empfehlungen jedoch von den Behörden befolgt werden, könnte die Relevanz der beobachteten Signale bewertet werden und möglicherweise Licht auf den Verbleib des vermissten malaysischen Flugzeugs werfen."
Kadri erinnerte zudem daran, dass in der Vergangenheit ein argentinisches U-Boot mithilfe dieser Technologie gefunden wurde.
Der Malaysia-Airlines-Flug MH370 startete am 8. März 2014 vom Kuala Lumpur International Airport in Malaysia in Richtung Peking, der Hauptstadt Chinas. Der letzte Kontakt mit dem Flugzeug fand 38 Minuten nach dem Start statt.
Radaraufzeichnungen des Militärs zeigten, dass das Flugzeug von der geplanten Route nach Westen abwich und in Richtung des südlichen Indischen Ozeans flog.
Die Sucharbeiten in den Gebieten, in denen das Flugzeug mit 227 Passagieren und 12 Besatzungsmitgliedern vermutlich im südlichen Indischen Ozean abgestürzt ist, waren die teuerste Such- und Rettungsaktion in der Geschichte der Luftfahrt. Außer einigen Flugzeugteilen, bei denen bestätigt wurde, dass sie zu MH370 gehören, wurde jedoch keine Spur des Flugzeugs gefunden.