Neuer Vorstoß Griechenlands im Türkei-EU-Prozess

Laut der Zeitung Kathimerini erwägt Athen als Reaktion auf die von der Türkei angekündigten Meeresparks, die Zollunion, die Visaliberalisierung und diplomatische Kontakte auf die Tagesordnung zu setzen.

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Es wurde berichtet, dass Griechenland nach der Ankündigung von zwei nationalen Meeresparks durch die Türkei in der nordöstlichen Ägäis und rund um Kastelorizo neue diplomatische Schritte gegen Ankara prüft. Laut einem Bericht der Zeitung Kathimerini ist die Regierung in Athen der Ansicht, dass die Phase der zuletzt ruhigeren Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland beendet sei.

In dem Bericht heißt es, die griechische Regierung bezeichne die Entscheidungen der Türkei als „rechtswidrig“ und arbeite als Reaktion darauf an Optionen, die den Fortschritt in den Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union einschränken könnten. Zu diesen Themen gehören insbesondere die Modernisierung der Zollunion, die für die Türkei von Bedeutung ist, sowie der Prozess der Visaliberalisierung.

In Bewertungen, die sich auf griechische Beamte stützen, wurde darauf hingewiesen, dass die hochrangigen Kontakte zwischen den beiden Ländern faktisch ausgesetzt seien. In diesem Zusammenhang wurde erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Treffens zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis während der im nächsten Monat in New York stattfindenden Generalversammlung der Vereinten Nationen als gering angesehen werde.

Es wurde zudem vermerkt, dass die Erwartungen für einen möglichen Kontakt auf Ebene der Außenminister gesunken seien. Es wurde behauptet, dass Athen auch eine distanziertere Haltung gegenüber den Prozessen einnehmen könnte, die die Rolle der Türkei als Energiezentrum zwischen Europa und dem Südkaukasus sowie Zentralasien betreffen.

Im Bericht von Kathimerini wurde zudem erwähnt, dass eine der von Griechenland geprüften Optionen der Schritt sei, die Hoheitsgewässer südlich von Kreta auf 12 Seemeilen auszudehnen. Es wird eingeschätzt, dass diese Themen die diplomatische Agenda zwischen der Türkei und Griechenland in der kommenden Zeit deutlich anspannen könnten.