Neues Augenimplantat ermöglicht das Lesen von Büchern
Die Entwicklungen in der Welt der Wissenschaft geben der Menschheit weiterhin in jeder Hinsicht Hoffnung. Dank eines in Großbritannien getesteten Augenimplantats konnten Patienten wieder Bücher lesen.
12punto
Eine neue Technologie für Augenimplantate, die an einer Gruppe von Patienten in London getestet wurde, ermöglicht es den Betroffenen, wieder zu lesen.
Ein Chirurg am Moorfields Eye Hospital in London hat fünf Patienten einen Mikrochip hinter das Auge eingesetzt und ihnen so das Sehvermögen zurückgegeben. Mit dieser neuen Behandlungsmethode wird vor allem auf die Heilung von Patienten mit altersbedingten Sehstörungen abgezielt; dass jedoch ein zuvor vollständig erblindeter Patient mit dem Implantat lesen konnte, weckt große Hoffnung bei Menschen mit Sehbehinderungen.
Bei dieser neuen Behandlungsmethode wird ein 2 mm großer Chip, der so dünn wie ein menschliches Haar ist, unter die Netzhaut eingesetzt. Die Patienten tragen anschließend eine Brille, die mit einer Kamera ausgestattet ist. Die Kamera sendet die Bilder mittels Infrarotstrahlen an das Implantat hinter dem Auge. Das Implantat leitet diese Bilder an einen Prozessor weiter, der sie schärft. Die Bilder werden dann über das Implantat und die Sehnerven an das Gehirn des Patienten zurückgesendet, wodurch der Patient ein gewisses Maß an Sehvermögen zurückgewinnt.
Von den 32 Patienten, denen das Implantat eingesetzt wurde, konnten 27 ihr zentrales Sehvermögen nutzen, um wieder zu lesen. Diese Technologie bietet Hoffnung für mehr als 250.000 Menschen im Vereinigten Königreich und fünf Millionen Menschen weltweit, die an altersbedingten Sehbehinderungen leiden, indem sie ihnen ein sinnvolles Sehvermögen für den Alltag, wie etwa zum Lesen und Schreiben, zurückgibt.
Übersetzung: Öykü Naz Büyüksipahi