Noch 1 Monat bis zur US-Wahl... Wer liegt in den entscheidenden Bundesstaaten vorne: Trump oder Harris?
Einen Monat vor der US-Präsidentschaftswahl deuten Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Harris liegt landesweit mit 3,4 Prozentpunkten vor Trump, doch in den entscheidenden Bundesstaaten ist der Wettbewerb äußerst knapp. Während die Ergebnisse in kritischen Staaten wie Arizona, Georgia und North Carolina ungewiss bleiben, könnte Harris' finanzieller Vorsprung ihrer Kampagne einen Vorteil verschaffen.
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Einen Monat vor dem Wahltag deuten Umfragen auf ein enges Rennen hin. Obwohl Vizepräsidentin Harris landesweit mit einem kleinen Vorsprung führt, ist der Wettbewerb in den entscheidenden Bundesstaaten äußerst knapp. Daten von The Hill und Decision Desk HQ (DDHQ) zufolge liegt Harris mit 3,4 Prozentpunkten vor dem ehemaligen Präsidenten Trump. Dieser Vorsprung ist jedoch in den sogenannten Swing States geschrumpft.
Laut einem Bericht von CNBC führt Harris in vier der sieben kritischen Bundesstaaten, während Trump in drei Staaten vorne liegt. In keinem dieser Staaten liegt jedoch einer der Kandidaten mit mehr als 2 Prozentpunkten Vorsprung in Führung. In fünf Staaten beträgt der Abstand des führenden Kandidaten weniger als 1 Prozentpunkt. Die Wahlkampfteams werden in den letzten Wochen einen intensiven Kampf führen, um ihre Anhänger zur Wahl zu mobilisieren und unentschlossene Wähler zu gewinnen.
Während Trumps Kampagne und die mit ihr verbundenen Komitees den Oktober mit 283 Millionen Dollar an Barmitteln begannen, hat die Harris-Kampagne ihre Spenden-Daten für September noch nicht veröffentlicht. Laut Bloomberg gab das Harris-Team im September 192 Millionen Dollar aus, verglichen mit 72 Millionen Dollar an Ausgaben durch Trump. Dieser finanzielle Vorsprung könnte Harris insbesondere bei TV-Werbespots einen Vorteil verschaffen.
Aktueller Stand in den entscheidenden Bundesstaaten:
Arizona
In Arizona liegt Trump laut dem Durchschnitt von The Hill/DDHQ mit 0,8 Prozentpunkten vorne. Das Thema Einwanderung ist in diesem an die Grenze angrenzenden Bundesstaat eines der stärksten Verteidigungsfelder für Trump. Umfragen von Emerson College und HighGround zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Bundesstaat.
Georgia
Trump liegt in Georgia, das Biden 2020 nur mit sehr knappem Vorsprung gewann, mit 0,7 Prozentpunkten vorne. Die Tatsache, dass Biden der erste Demokrat seit 1992 war, der den Bundesstaat gewann, zeigt, dass Harris auch hier vor einem schwierigen Rennen stehen könnte. Die Wahlbeteiligung afroamerikanischer Wähler im Bundesstaat ist von großer Bedeutung.
Michigan
Harris liegt in Michigan mit nur 0,2 Prozentpunkten vorne. Allerdings leben etwa 200.000 arabischstämmige Amerikaner in dem Bundesstaat, und die Krise im Nahen Osten könnte sich auf diese Wählergruppe auswirken. Dies könnte ein negatives Bild für Harris zeichnen.
Nevada
In Nevada liegt Harris laut dem Durchschnitt von The Hill/DDHQ mit 2 Prozentpunkten vorne. Obwohl der Bundesstaat in den letzten Jahren eine demokratische Tendenz zeigte, bleibt das Rennen kritisch. Harris erhält in diesem Bundesstaat starke Unterstützung durch politische Maßnahmen, die bei Beschäftigten im Gastgewerbe beliebt sind.
North Carolina
Harris liegt in North Carolina mit nur 0,8 Prozentpunkten zurück. Die Unterstützung durch schwarze Amerikaner und Hochschulabsolventen könnte Harris' Chancen hier verbessern. Laut Volkszählungsdaten ist der Anteil der Hochschulabsolventen in diesem Bundesstaat höher als in anderen entscheidenden Bundesstaaten.
Pennsylvania
Pennsylvania ist aufgrund seiner 19 Wahlleute ein kritischer Bundesstaat. Harris liegt hier mit 0,8 Prozentpunkten vorne. Sowohl Harris als auch Trump führen in diesem Bundesstaat einen intensiven Wahlkampf.
Wisconsin
Harris liegt in Wisconsin mit 1,3 Prozentpunkten vorne, doch die Umfragen im Bundesstaat sind möglicherweise nicht zuverlässig. Es ist bekannt, dass Umfragen bei den Wahlen 2016 und 2020 irreführende Ergebnisse lieferten. Wisconsin könnte aufgrund der Abtreibungsfrage für die Demokraten vorteilhaft sein.