Nordkorea schickt Spionagesatelliten in den Orbit
Nordkorea hat die japanische Küstenwache gewarnt, dass es zwischen dem 27. Mai und dem 3. Juni einen Satelliten in den Orbit befördern werde. Die Behauptung war zuvor bereits von Südkorea aufgestellt worden.
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Nordkorea, das durch die Fortsetzung seines Atomwaffen- und Raketenprogramms auf der koreanischen Halbinsel und in deren Umgebung für Kontroversen sorgt, hat diesmal eine „Satelliten“-Warnung herausgegeben.
Pjöngjang informierte die japanische Küstenwache (JCG) darüber, dass es zwischen dem 27. Mai und dem 3. Juni einen Satellitenstart unternehmen werde.
Während Nordkorea davor warnte, dass die Rakete oder Raketenteile, die den Satelliten befördern, in das Gelbe Meer und in den Pazifischen Ozean östlich der Philippinen stürzen könnten, rief die in Alarmbereitschaft versetzte JCG die in der Region verkehrenden Schiffe zur Vorsicht auf.
DIE BEHAUPTUNG KAM AUS SÜDKOREA
Das südkoreanische Militär hatte erklärt, Anzeichen für eine Vorbereitung auf einen Satellitenstart entdeckt zu haben, bei dem es sich um den Versuch des atomar bewaffneten Nordens handeln könnte, einen zweiten militärischen Aufklärungssatelliten in den Orbit zu bringen.
Nordkorea hatte im vergangenen Jahr seinen ersten Spionagesatelliten gestartet und behauptet, dass Machthaber Kim Jong Un Fotos begutachtet habe, die neben anderen Teilen der Welt auch das Weiße Haus und das Pentagon zeigen sollen.
Die Regierung in Pjöngjang hatte bereits angekündigt, dass sie auch im Jahr 2024 neue Satelliten in den Orbit schicken wolle.
WAS IST EIN SPIONAGESATELLIT?
Spionagesatelliten können sowohl für militärische Zwecke als auch für die Aufklärung eingesetzt werden.
Sie sind in der Lage, nachrichtendienstliche Aufgaben zu erfüllen, wie etwa Truppenbewegungen zu erkennen, den Abbau von Atomwaffen und Funksignale zu überwachen, Raketenstarts zu identifizieren und präzise Standortdaten zu liefern.
Diese Satelliten, die die Erde umkreisen, können mit ihren Kameras die Erdoberfläche scannen. Es wird geschätzt, dass diese Satelliten Objekte mit einer Größe von nur 10 cm erkennen können.