Nordmazedoniens Premierminister: Wir erwägen ernsthaft eine Steuer für Unverheiratete

Der nordmazedonische Premierminister Hristijan Mickoski erklärte, dass man aufgrund der sinkenden Geburtenraten im Land die Familie und die Geburtenrate zur nationalen Priorität machen wolle und sagte: "Wir erwägen ernsthaft die Einführung einer zusätzlichen Steuer für Unverheiratete."

İHA

Der nordmazedonische Premierminister Hristijan Mickoski hielt während der Regierungssitzung am Freitag eine emotionale Rede über den demografischen Zusammenbruch, eine der schwerwiegendsten Krisen des Landes.

Mickoski betonte, dass der rasante Bevölkerungsrückgang, die sinkenden Geburtenraten und die massenhafte Abwanderung junger Menschen nicht ignoriert werden könnten, und erklärte, dass zu den diskutierten Lösungen auch die Einführung einer zusätzlichen Steuer für alleinstehende Erwachsene gehöre.

Mickoski betonte, dass sich diese Maßnahme noch in der Prüfungsphase befinde, und äußerte: "Wir erwägen ernsthaft die Einführung einer zusätzlichen Steuer für Unverheiratete."

Mickoski unterstrich, dass die "Steuer für Unverheiratete" Teil einer umfassenderen Vision sei, um Familie und Geburtenraten im Land zu einer nationalen Priorität zu machen. Mickoski sagte: "Es gibt nichts Heiligeres als das Leben. Gleichzeitig gibt es nichts Traurigeres, als dass sich unser Land still und leise entleert." Mickoski wies darauf hin, dass in dem 1,8 Millionen Einwohner zählenden Balkanstaat im Jahr 2024 16.611 Kinder geboren wurden, während die Zahl der Todesfälle bei 20.201 lag. Er betonte, dass die Bevölkerung innerhalb von 4 Jahren um 33.000 Menschen geschrumpft sei, was der Einwohnerzahl von Städten wie Kavadarci oder Kičevo entspreche. Mickoski stellte fest, dass die Geburtenraten rapide sinken und in vielen Regionen aufgrund der geringen Kinderzahl kein Unterricht in den ersten Klassen der Grundschulen stattfinde; zudem würden immer mehr Bürger ein Leben als Alleinstehende wählen und die Zahl der Eheschließungen gehe zurück. Mickoski, der den Kampf gegen die demografische Krise als "Kampf für die Zukunft" bezeichnete, sagte: "Dies ist ein Krieg, der in jedem Haus, jedem Kindergarten, jeder Schule und jeder Entbindungsstation geführt werden muss."