Norwegen entdeckt radioaktives Material an der russischen Grenze: Was ist die Quelle der nuklearen Rückstände?

An der norwegisch-russischen Grenze wurden Spuren von radioaktivem Cäsium-137 gemessen.

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Norwegen hat bekannt gegeben, dass in der zweiten Septemberwoche an der russischen Grenze in Viksjofjell und Svanhovd radioaktives Material entdeckt wurde. Die Quelle des radioaktiven Materials konnte nicht identifiziert werden.

Die norwegische Behörde für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (DSA) erklärte, dass in den Luftfiltern in Viksjofjell und Svanhovd das radioaktive Isotop 'Cäsium-137' nachgewiesen wurde. Es wurde mitgeteilt, dass die gemessene Menge 'sehr gering' sei. 

Die Filter in Viksjofjell und Svanhovd werden einmal wöchentlich in der Notfallvorsorgeeinheit der DSA analysiert. Das radioaktive Cäsium-137 wurde bei den Analysen im Zeitraum vom 9. bis 12. September festgestellt.

Bredo Moller von der Notfallvorsorgeeinheit der DSA in Svanhovd teilte der Presse mit, dass kein Grund zur Sorge bestehe.

Moller erklärte gegenüber dem Barents Observer: 'Die Werte liegen deutlich über dem Normalwert, stellen jedoch kein Risiko für Mensch oder Umwelt dar.' 

Bredo Moller fügte hinzu, dass die DSA in den kommenden Tagen weitere Analysen durchführen werde.

Cäsium-137 entsteht als Spaltprodukt beim Betrieb eines Kernreaktors oder eines Fahrzeugs, das auf ähnlichen nuklearen Prinzipien basiert.

Die DSA merkt an, dass bei der Untersuchung der Filter keine weiteren radioaktiven Isotope entdeckt wurden. 

In anderen Filtern in Nordnorwegen und Finnland wurde in der letzten Woche kein Anstieg von Cäsium-137 in der Region festgestellt.

Unterdessen berichtete die Beobachterorganisation Liveuamap, dass das entdeckte Cäsium-137 möglicherweise durch Tests der neuen russischen nuklear angetriebenen Marschflugkörper Burevestnik entstanden sein könnte.