Unter norwegischer Flagge fahrender Tanker Strinda von Rakete der Huthi-Rebellen getroffen

Der jüngste drohende Schritt der Huthi-Rebellen hat die militärischen und politischen Spannungen im Roten Meer, einer für den internationalen Handel äußerst wichtigen Route, weiter verschärft.

12punto

Vor der Küste des Jemen wurde ein unter norwegischer Flagge fahrender Tanker von einem Marschflugkörper getroffen, was zu Schäden führte. Während ein US-Zerstörer eingriff, um dem Schiff zu helfen, bekannten sich die Huthi-Rebellen zu dem Angriff.

Der jüngste drohende Schritt der Huthi-Rebellen hat die militärischen und politischen Spannungen im Roten Meer, einer für den internationalen Handel äußerst wichtigen Route, weiter verschärft.

Der Angriff ereignete sich nördlich der Bab-el-Mandeb-Straße im Roten Meer, in der Nähe der jemenitischen Stadt Mokka. Die vom Iran unterstützten Huthi-Kräfte bekannten sich zu der Tat und behaupteten, sie hätten den Angriff durchgeführt, nachdem die Besatzung des Tankers nicht auf Warnungen reagiert habe.

Die Besatzung der Strinda, die mit einer Ladung Pflanzenöl und Biokraftstoffen von Malaysia nach Venedig unterwegs war, blieb bei dem Vorfall unverletzt. Nach dem Eingreifen eines US-Zerstörers musste die Strinda ihren Kurs ändern und sich in Richtung eines sicheren Hafens begeben.

Dass ein Handelsschiff auf einer strategischen Handelsroute von einer staatlich unterstützten Gruppe gezielt angegriffen wurde, hat zudem ernsthafte Bedenken hinsichtlich der internationalen Sicherheit der Schifffahrt und der Freiheit der Seewege aufgeworfen.

Die Huthi-Kräfte hatten zu Beginn des Israel-Hamas-Krieges gedroht, Schiffe mit Verbindungen zu Israel im Roten Meer zu blockieren. Dass nun jedoch die Strinda, deren Verbindung zu Israel nicht eindeutig ist, ebenfalls angegriffen wurde, macht das Ausmaß der Bedrohung noch komplexer und zieht auch andere Länder, deren Schiffe auf derselben Route verkehren, in den Kreis der Bedrohten.

Andererseits hatten die Huthi-Rebellen in einer Erklärung in den vergangenen Wochen mitgeteilt, dass sie nur den Durchgang von Schiffen erlauben würden, die Hilfsgüter in den Gazastreifen transportieren, und alle anderen Schiffe als „legitime Ziele“ betrachten würden.