Palästina fordert Maßnahmen gegen Israels Drohung mit Atomwaffen im Gazastreifen
Der palästinensische Außenminister Riad al-Maliki hat den Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Mariano Grossi, dazu aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Drohungen Israels, Atomwaffen gegen den Gazastreifen einzusetzen, zu neutralisieren.
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Außenminister Maliki sandte eine Nachricht an IAEO-Chef Grossi bezüglich der Drohung des rechtsextremen israelischen Erbes-Ministers Amihai Eliyahu, eine Atombombe gegen den blockierten Gazastreifen einzusetzen.
AUFRUF ZU MASSNAHMEN
Maliki erklärte, dass die Drohung des israelischen Ministers, der behauptete, "der Abwurf einer Atombombe auf Gaza sei eine der Möglichkeiten", eine Bedrohung für alle Länder darstelle, und betonte, dass die IAEO und ihre Mitgliedstaaten diesem Thema dringende Aufmerksamkeit schenken müssten.
Maliki forderte, "die Drohungen Israels zu verurteilen und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um diese offene Bedrohung des Lebensrechts des palästinensischen Volkes und der umliegenden Länder zu neutralisieren".
Maliki bezeichnete diese Äußerungen als "Durchsickern von Ideen, die in israelischen Kabinettssitzungen zur Vernichtung Gazas und zum Völkermord am palästinensischen Volk kursieren", und argumentierte, dass dies vollkommen mit dem weit verbreiteten Diskurs in Israel übereinstimme.
''EIN GESTÄNDNIS, DASS ISRAEL ÜBER ATOMWAFFEN VERFÜGT''
"Dies ist als offizielles Geständnis zu werten, dass Israel über Atomwaffen und Massenvernichtungswaffen verfügt. Die Besatzungsmacht hat auf illegalem Wege Atomwaffen entwickelt. Sie weigert sich, dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten", sagte Maliki und fügte hinzu, dass durch die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen in Gaza das Ziel verfolgt werde, den Konflikt anzuheizen und die Besatzung zu vertiefen.
Der israelische Minister Eliyahu hatte kürzlich in einer Radiosendung erklärt, dass der Einsatz einer Atombombe eine der Möglichkeiten für den Gazastreifen sei.
Nach dieser Äußerung hatte Premierminister Benjamin Netanjahu Eliyahu auf unbestimmte Zeit von Kabinettssitzungen suspendiert.
Der ehemalige Premierminister Jair Lapid hatte Netanjahu dazu aufgefordert, Eliyahu seines Amtes zu entheben.
Nach den Reaktionen auf seine skandalösen Äußerungen zum Gazastreifen ruderte Eliyahu zurück und behauptete, seine Aussage über die Atombombe sei "metaphorisch" gemeint gewesen.