Palästinensischer Beamter verkündet: 'Der Norden Gazas hat sich in ein Massengrab verwandelt'

Nach dem zwischen der Hamas und Israel erzielten Waffenstillstandsabkommen beginnt sich das Ausmaß des über ein Jahr andauernden Völkermords zu offenbaren. Ein palästinensischer Beamter beschrieb die Lage im Norden Gazas als 'Massengrab'.

AA

In Gaza, das Israel über 15 Monate lang angegriffen hat, beginnen Informationen über die Verluste einzutreffen. Der Sprecher der Zivilschutzbehörde in Gaza, Mahmud Basal, berichtete, dass die Leichen zahlreicher Menschen aufgrund der Kriegsbedingungen verschollen sind.

Basal erklärte, dass es ohne schweres Gerät nahezu unmöglich geworden sei, die Leichen aus den Trümmern zu bergen.

Der Sprecher der Zivilschutzbehörde in Gaza, Mahmud Basal, äußerte sich in einer Erklärung zur aktuellen Lage in der Region wie folgt:

'Die Leichen der Märtyrer sind mit Trümmern und Erde vermischt. Der Norden Gazas hat sich in ein Massengrab verwandelt. Wir sprechen hier in jeder Hinsicht von einer humanitären Katastrophe. Die Leichen auf den Straßen wurden entweder von herrenlosen Hunden zerstückelt oder sind unter den Trümmern verschwunden.'

Basal, der gegenüber der AA sprach, erklärte, dass die derzeit geborgenen Leichen nur diejenigen seien, die an der Oberfläche lägen oder mit einfachen Mitteln erreichbar seien. Er wies darauf hin, dass die Räumung der Trümmer in der Region mit der vorhandenen Ausrüstung 'mehr als 50 Jahre dauern könnte'.

Basal berichtete, dass die Teams aufgrund von Sprengstoffen und Überresten israelischer Munition unter großem Risiko arbeiteten, und fügte hinzu: 'Wir wissen nicht, was sich unter den Trümmern befindet; es könnten nicht explodierte Bomben, Raketen oder Minen sein.'

AUFRUF ZUR DRINGENDEN HILFE FÜR GAZA

Basal betonte, dass die Zivilschutzteams aufgrund des Mangels an persönlicher Schutzausrüstung Gefahr liefen, ihr Leben zu verlieren, und rief die Welt zu einem 'dringenden Eingreifen auf, um das Leid der Bevölkerung von Gaza zu beenden'.

Basal appellierte an die arabische Welt, die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen und forderte die 'Bereitstellung von schwerem Gerät und Expertenteams, um die Zivilschutzteams bei den Bergungsarbeiten und der Exhumierung der Leichen zu unterstützen'.

Die Zivilschutzbehörde von Gaza hatte gestern bekannt gegeben, dass die Leichen von 66 Palästinensern aus Gebäuden in verschiedenen Teilen des Gazastreifens geborgen wurden.

Bei den über 15 Monate andauernden Angriffen Israels im Gazastreifen wurden mindestens 47.107 Palästinenser getötet, darunter 17.841 Kinder und 12.298 Frauen; 111.147 Menschen wurden verletzt.

Es wird berichtet, dass sich unter den Trümmern immer noch Tausende Tote befinden.