Scharfe Kritik von Papst Franziskus zur Migrationspolitik: Zurückweisungen sind eine schwere Sünde
Das geistliche Oberhaupt der Katholiken und Staatsoberhaupt des Vatikans, Papst Franziskus, erklärte, dass es Akteure gebe, die Migranten systematisch mit verschiedenen Methoden zurückweisen, und dass dies, wenn es bewusst und verantwortungsvoll geschehe, eine "schwere Sünde" sei.
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Das geistliche Oberhaupt der Katholiken, Papst Franziskus, äußerte sich während seiner Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan zur irregulären Migration im Mittelmeer, das in der Römerzeit als "Mare Nostrum" (Unser Meer) bekannt war.
Papst Franziskus sagte: "Das 'Unsere Meer', das einst ein Ort der Kommunikation zwischen Völkern und Zivilisationen war, hat sich nun in einen Friedhof verwandelt, und die Tragödie besteht darin, dass viele dieser Tode hätten verhindert und die Menschen hätten gerettet werden können. Man muss es offen aussprechen: Es gibt diejenigen, die Migranten systematisch und mit verschiedenen Methoden zurückweisen, und wenn dies bewusst und verantwortungsvoll geschieht, ist es eine schwere Sünde."
'DIE MIGRANTEN VON HEUTE DÜRFTEN NICHT AUF DIESEN TÖDLICHEN MEEREN SEIN'
Der Papst betonte zudem, dass Gott von den Menschen verlange, die Armen wie Waisen, Witwen und Fremde stets zu schützen, und fügte hinzu: "Wir können uns in einem Punkt einig sein: Die Migranten von heute dürften nicht auf diesen tödlichen Meeren und in diesen Wüsten sein. Dieses Ergebnis werden wir jedoch nicht durch restriktive Gesetze, die Militarisierung der Grenzen oder Zurückweisungen erreichen. Wir werden dies erreichen, indem wir sichere und reguläre Zugangswege für Migranten ausweiten, indem wir denjenigen, die vor Kriegen, Gewalt, Verfolgung und verschiedenen Katastrophen fliehen, Asyl erleichtern und indem wir unsere Kräfte bündeln, um den Menschenhandel zu bekämpfen und die kriminellen Schleuser zu stoppen."
Der Papst bezeichnete das Sterben von Migranten in Wüsten und auf Meeren in einem Zeitalter von Satelliten und Drohnen als eine "Grausamkeit der Zivilisation".
Papst Franziskus wies darauf hin, dass im Mittelmeer viele Menschen ihr Leben verloren hätten, und mahnte, die Tragödien vor der Insel Lampedusa und der Stadt Crotone, bei denen zahlreiche Migranten ums Leben kamen, nicht zu vergessen.
IM JAHR 2023 WURDE ES FÜR 3.129 MENSCHEN ZUM GRAB
Das geistliche Oberhaupt der Katholiken rief die Polen dazu auf, weiterhin ukrainische Flüchtlinge mit offenen Armen aufzunehmen.
Papst Franziskus drückte zudem seine Gebete für den Frieden in Palästina, Israel, der Ukraine und Myanmar aus.
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration kamen im Jahr 2023 3.129 Menschen im Mittelmeer ums Leben, während sie versuchten, mit verschiedenen Booten in andere Länder zu migrieren.