Politische Botschaften prägen die Eröffnungsfeier der Filmfestspiele von Cannes

Die Filmfestspiele von Cannes begannen mit einer Eröffnungsfeier, die von den politischen Äußerungen der berühmten Schauspieler Juliette Binoche und Robert De Niro geprägt war.

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Binoche, die gleichzeitig die Juryvorsitzende ist, welche die Goldene Palme verleihen wird, erwähnte während der Zeremonie, an der zahlreiche Stars teilnahmen, die getötete Fotojournalistin aus Gaza, Fatima Hassouna.

Die 25-jährige Hassouna war zusammen mit 10 Mitgliedern ihrer Familie bei einem israelischen Luftangriff ums Leben gekommen – nur einen Tag, nachdem ein Dokumentarfilm über sie für eine Premiere in Cannes ausgewählt worden war.

Binoche sagte: "Heute Abend hätte sie hier bei uns sein sollen. In allen Teilen der Welt kämpfen Künstler jeden Tag und bringen den Widerstand in ihre Kunst ein."

"GEGEN EINEN DICKKÖPFIGEN PRÄSIDENTEN"

Der Ehrengast der Eröffnungsfeier, der berühmte Schauspieler Robert De Niro, nahm die Goldene Ehrenpalme für seine Verdienste um das Kino aus den Händen des Schauspielers und Co-Stars aus einigen Filmen, Leonardo DiCaprio, entgegen.

Der 81-jährige erfahrene Schauspieler sagte: "Wir führen in unserem Land einen großen Kampf für die Demokratie gegen einen dickköpfigen Präsidenten."

De Niro kritisierte zudem scharf die Pläne von Trump, die dieser am 5. Mai angekündigt hatte, nämlich "einen Zoll von 100 Prozent auf Filme zu erheben, die im Ausland gedreht wurden".

Der berühmte Schauspieler sagte: "Man kann Kreativität keinen Preis geben, aber wie es scheint, kann man Zölle darauf erheben. Natürlich sind all diese Angriffe inakzeptabel. Das ist nicht nur ein amerikanisches Problem, sondern ein globales Problem."