Polizei in München schießt auf 14-Jährigen aus der Türkei, weil sie Softair-Waffe für echt hielten
In der deutschen Stadt München hat die Polizei einen 14-jährigen Jungen aus der Türkei schwer verletzt, nachdem sie seine Softair-Waffe für eine echte Schusswaffe gehalten hatte.
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In der deutschen Stadt München wurde ein 14-jähriger Junge aus der Türkei von der Polizei angeschossen und schwer verletzt, nachdem seine Softair-Waffe für eine echte Schusswaffe gehalten worden war.
Der Vorfall ereignete sich Berichten zufolge in der Belgradstraße im Stadtteil Schwabing. Nachdem Anwohner eine „Person mit einem waffenähnlichen Gegenstand“ gemeldet hatten, wurden Polizeikräfte zum Einsatzort entsandt.
Wie ANKA berichtet, eröffnete die Polizei vor Ort das Feuer auf den Jungen. Das schwer verletzte Kind wurde operiert. Sein Gesundheitszustand wird als stabil beschrieben.
Polizeiquellen behaupteten, der Junge habe mit der Waffe in seiner Hand „Ladebewegungen“ gemacht und diese trotz Aufforderungen gehoben und auf die Beamten gerichtet. Die Polizei argumentierte, dass die betreffende Softair-Waffe aus der Distanz nur schwer von einer echten Pistole zu unterscheiden sei.
Die Staatsanwaltschaft hat eine Voruntersuchung zu dem Vorfall eingeleitet. Der schießende Polizeibeamte wird in diesem Stadium der Ermittlungen als „Zeuge“ geführt.
Gegen den angeschossenen Jungen wurde hingegen ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Bedrohung von Polizeibeamten eingeleitet. Es wurde mitgeteilt, dass der Junge 2023 mit seiner Familie nach Deutschland gekommen sei und sein Asylantrag abgelehnt worden sei.