Polnische Landwirte blockieren alle Grenzübergänge

Polnische Landwirte werden am 20. Februar alle Grenzübergänge des Landes zur Ukraine blockieren, mit der Begründung, dass die aus der Ukraine importierten Agrar- und Lebensmittelprodukte die polnische Landwirtschaft ruinieren.

İHA

Polnische Landwirte haben beschlossen, gegen die aus der Ukraine importierten Agrar- und Lebensmittelprodukte zu protestieren, da diese ihrer Ansicht nach die polnische Landwirtschaft zerstören. In einer Erklärung der Gewerkschaft NSZZ RI "Solidarność", der die polnischen Landwirte angehören, wurde angekündigt, dass die am 9. Februar begonnenen einmonatigen Proteste weiter verschärft werden sollen.

In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die polnische Landwirtschaft ruiniert werde, da minderwertige Agrar- und Lebensmittelprodukte aus der Ukraine zu Preisen verkauft würden, die weit unter den eigenen Produktionskosten lägen. Zudem wurde betont, dass die Landwirtschaft durch den Europäischen Grünen Deal, der eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 50 Prozent anstrebt, mittlerweile unrentabel geworden sei.

SUBVENTIONSUNTERSTÜTZUNG GEFORDERT

Die NSZZ RI "Solidarność" teilte mit, dass die polnischen Landwirte aus diesem Grund am 20. Februar alle Grenzübergänge Polens zur Ukraine blockieren werden.

Der Vorstand des Nationalen Rates der Landwirtschaftskammern forderte unterdessen Ministerpräsident Donald Tusk auf, den Landwirten aufgrund der anhaltenden Marktinstabilität Subventionsunterstützung für Getreide, Milch, Schweinefleisch, Düngemittel und Kraftstoff zu gewähren.