Portugal: Kirche zahlt 1,6 Millionen Euro Entschädigung an 57 Missbrauchsopfer

Die Portugiesische Bischofskonferenz (CEP), die der katholischen Kirche in Portugal untersteht, hat angekündigt, insgesamt 1,6 Millionen Euro an 57 Opfer zu zahlen, die von Geistlichen sexuell missbraucht wurden.

12punto

Die Portugiesische Bischofskonferenz (CEP), die der katholischen Kirche in Portugal untersteht, hat Details zum Entschädigungsprozess für Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche im Land veröffentlicht.

Die der Kirche unterstellte Portugiesische Bischofskonferenz (CEP) teilte mit, dass nach den Kommissionsarbeiten, die in der Vergangenheit zu den Missbrauchsvorfällen durchgeführt wurden, lediglich 95 Personen Entschädigungsansprüche geltend gemacht haben.

Es wurde bekannt gegeben, dass 67 dieser Personen als anspruchsberechtigt für eine Entschädigung eingestuft wurden, während die übrigen Anträge abgelehnt wurden, da sie die Voraussetzungen nicht erfüllten oder keine Teilnahme an der Kommission erfolgte.

Die CEP gab an, dass bisher 57 Entschädigungsanträge genehmigt wurden und die Zahlungen pro Person zwischen 9.000 Euro und 45.000 Euro liegen.

Zudem wurde erklärt, dass sich 9 Anträge noch in der abschließenden Prüfung befinden, um die Höhe der zu zahlenden Entschädigung festzulegen. In der Erklärung hieß es: „Finanzielle Entschädigungen machen das Geschehene nicht ungeschehen und können die Folgen im Leben der Opfer nicht rückgängig machen. Wir erneuern unsere Entschuldigung für den gesamten zugefügten Schaden.“

In einem Bericht, der von einer durch die Kirche finanzierten Kommission im Februar 2023 veröffentlicht wurde, war aufgedeckt worden, dass in den letzten 70 Jahren in Portugal mindestens 4.815 Kinder und schutzbedürftige Erwachsene von katholischen Geistlichen, bei denen es sich größtenteils um Priester handelte, sexuell missbraucht wurden.