Präsidentschaftswahl in Rumänien geht in die Stichwahl
Die erste Runde der wiederholten Präsidentschaftswahl in Rumänien wurde vom rechtsextremen Anführer der Allianz für die Einheit der Rumänen (AUR), George Simion, angeführt. Simion, der mit 41 Prozent den ersten Platz belegte, und der unabhängige Kandidat Nicuşor Dan, der mit 21 Prozent den zweiten Platz erreichte, werden in der Stichwahl am 18. Mai gegeneinander antreten.
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In Rumänien, einem Mitglied der Europäischen Union (EU) und der NATO, waren 18 Millionen registrierte Wähler dazu aufgerufen, über das neue Staatsoberhaupt des Landes abzustimmen.
Die Wahlbeteiligung in der ersten Runde, bei der 11 Kandidaten antraten, wurde mit 53 Prozent angegeben.
Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen und basierend auf noch nicht endgültigen Ergebnissen ist der Rechtsextremist Simion mit 41 Prozent der Stimmen der Sieger der ersten Runde; der unabhängige Kandidat und Bürgermeister der Hauptstadt Bukarest, Nicuşor Dan, ist mit 21 Prozent der andere Kandidat, der in die Stichwahl einzieht.
Der gemeinsame Kandidat der Regierungskoalition, Crin Antonescu, fiel insbesondere aufgrund der im Ausland abgegebenen Stimmen zurück und landete mit 20 Prozent auf dem dritten Platz. Unter diesen Umständen wird erwartet, dass die Regierungsparteien in der Stichwahl Dan gegen den Rechtsextremisten unterstützen werden.
Der Gründungsvorsitzende der rechtsextremen AUR, Simion, weist Vorwürfe einer „Russland-Nähe“ zurück und fordert zudem den Stopp der Militärhilfe für die Ukraine.
Simion, der seinen Wahlkampf gemeinsam mit dem west- und NATO-kritischen Kandidaten Calin Georgescu führte – welcher in der ersten Runde der im November 2024 durchgeführten und später annullierten Präsidentschaftswahl den ersten Platz belegt hatte –, plant, Georgescu im Falle seines Wahlsiegs in eine hochrangige Position zu berufen.
ERSTE RUNDE WAR ANNULLIERT WORDEN
In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Rumänien am 24. November 2024 hatte der west- und NATO-kritische unabhängige Kandidat Calin Georgescu mit 22,95 Prozent der Stimmen den ersten Platz belegt. Elena Lasconi von der mitte-rechten Partei „Union Rettet Rumänien“ war mit 19,17 Prozent auf dem zweiten Platz gelandet.