Pro-palästinensische Demonstrationen in Rom verboten

In der italienischen Hauptstadt Rom wurden die für den 5. Oktober geplanten pro-palästinensischen Demonstrationen von den Sicherheitsbehörden untersagt. Das Verbot wurde mit der Begründung möglicher Spannungen anlässlich des Jahrestages des 7. Oktober 2023 erlassen.

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In der italienischen Hauptstadt Rom wurden zwei für den 5. Oktober 2023 geplante Märsche zur Unterstützung Palästinas von der Polizeidirektion Rom verboten. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, betonte das unter dem Vorsitz von Innenminister Matteo Piantedosi tagende Komitee für öffentliche Ordnung und nationale Sicherheit, dass diese Märsche aufgrund ihrer zeitlichen Nähe zum Jahrestag des 7. Oktober 2023 potenzielle Spannungen auslösen könnten.

Die Entscheidung zum Verbot wurde durch Forderungen der jüdischen Gemeinde in Italien sowie einiger rechtsgerichteter Politiker beeinflusst, die eine Absage der Märsche verlangt hatten. Piantedosi hatte bereits am 13. September erklärt: „Wir werden legitime Kritik an der israelischen, palästinensischen oder italienischen Regierung zulassen. Wir werden jedoch keine Veranstaltungen erlauben, die dazu dienen, Massaker zu feiern.“

Bereits in früheren Jahren waren ähnliche Verbote verhängt worden. So wurden beispielsweise pro-palästinensische Demonstrationen, die auf den 27. Januar, den Internationalen Holocaust-Gedenktag, fielen, aufgrund des Drucks der jüdischen Gemeinde untersagt. Trotz dieser Maßnahmen versammelten sich an jenem Tag Tausende Menschen in Rom, um sowohl gegen das Demonstrationsverbot als auch gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen zu protestieren.

Es wird darauf hingewiesen, dass der 7. Oktober 2023 in Italien als sensibler Jahrestag wahrgenommen wird, da er einen bedeutenden Wendepunkt im palästinensisch-israelischen Konflikt darstellt. Daher wird das Verbot der Märsche am 5. Oktober als eine Sicherheitsmaßnahme zur Wahrung des gesellschaftlichen Friedens bewertet.