Protest gegen Biden wegen Gaza in den USA: Sieg der 'Unentschlossenen' in Michigan
In den USA setzen Demokraten und Republikaner ihre Vorwahlen zur Bestimmung ihrer Präsidentschaftskandidaten fort. Am Dienstag fanden in Michigan die Vorwahlen beider Parteien statt. Während Trump seine Konkurrenten bei den Republikanern hinter sich ließ, gewann auch Biden die Vorwahl der Demokraten. Was die Vorwahlen jedoch prägte, waren die Proteststimmen gegen Biden.
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12PUNTO AUSLANDSREDAKTION
Trump und Biden konnten die Vorwahlen ihrer Parteien in Michigan für sich entscheiden. Bei den Vorwahlen, die die Parteien zur Bestimmung ihrer Präsidentschaftskandidaten abhalten, gingen Biden und Trump bisher in allen Bundesstaaten als Sieger hervor. Dennoch erhielten sowohl Biden als auch Trump weniger Stimmen als erwartet.
GAZA-PROTEST DER DEMOKRATEN GEGEN BIDEN
Laut einem Bericht von The Associated Press stimmten 14,5 % der Wähler bei den Vorwahlen der Demokraten mit „unentschlossen“. Dem Bericht zufolge entspricht dieser Anteil 33.000 Wählern. In Kommentaren der US-Medien heißt es, dass Wähler, die Biden nicht unterstützen, ihren Protest gegen den Gaza-Krieg zum Ausdruck bringen. Vor den Vorwahlen hatte eine Gruppe von Demokraten, die sich „Listen to Michigan“ (Hört auf Michigan) nennt, die Wähler dazu aufgerufen, „unentschlossen“ zu stimmen, und dies mit Bidens Haltung zum Krieg in Gaza begründet.
Nach der Vorwahl erklärte die Gruppe „Listen to Michigan“, dass ihr Aufruf zur Stimmabgabe als „unentschlossen“ erfolgreich gewesen sei. Von Bidens Seite gab es keinen Kommentar zu den Proteststimmen. Experten in den USA äußern jedoch, dass Biden seine US-Politik in Bezug auf Gaza aufgrund des Wählerdrucks möglicherweise nicht mehr lange fortsetzen könne.
TRUMP KANN INNERPARTEILICHE OPPOSITION NICHT BEENDEN
Andererseits ließ Donald Trump seine Konkurrentin Nikki Haley bei den Vorwahlen der Republikaner in Michigan hinter sich. Bei einer Auszählung von bisher 98,57 % der Stimmen lag Trump mit 68,17 % der Stimmen vor seiner Konkurrentin. Während die Unterstützung für Haley bei 26,54 % verharrte, standen auch bei den Vorwahlen der Republikaner die „unentschlossenen“ Stimmen im Mittelpunkt der Debatte.
Laut einem Bericht von CNN könnten Republikaner, die Trumps Kandidatur nicht unterstützen, in den entscheidenden Bundesstaaten den Ausschlag geben. Sieben Bundesstaaten in den USA, darunter Michigan, werden aufgrund ihrer wechselnden Wahlpräferenzen als „entscheidend“ (Swing States) eingestuft. Die Ergebnisse in Michigan führten zu der Einschätzung, dass beide Kandidaten trotz ihrer Siege bei den Vorwahlen im Präsidentschaftsrennen vor Schwierigkeiten stehen werden.