Protestaktion in der National Gallery

In der britischen Hauptstadt London wurden zwei Mitglieder einer Umweltschutzgruppe festgenommen, nachdem sie die Schutzverglasung eines in der National Gallery ausgestellten Gemäldes eingeschlagen hatten.

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Berichten der nationalen Presse zufolge haben zwei Mitglieder der Umweltschutzgruppe "Just Stop Oil" die Schutzverglasung des in der National Gallery in London ausgestellten Gemäldes "Rokeby-Venus" mit Notfallhämmern eingeschlagen.

Die britische Polizei nahm die beiden Aktivisten fest.

Die Umweltschutzgruppe erklärte auf X: "Die britische Regierung hat Pläne für weitere Öllizenzen angekündigt, obwohl sie weiß, dass dies Millionen Menschen töten wird. Als Reaktion darauf haben zwei Mitglieder von Just Stop Oil die Schutzverglasung der Rokeby-Venus zertrümmert, einem Gemälde, das bereits 1914 von Mary Richardson angegriffen wurde."

In der Erklärung wurde betont, dass die Politik die Aktivisten enttäuscht habe: "Sie hat die Frauen im Jahr 1914 im Stich gelassen und lässt nun auch uns im Stich. Neue Öl- und Gaslizenzen werden Millionen töten. Wenn wir Kunst, das Leben und unsere Familien lieben, müssen wir das Öl stoppen."

Das Kunstwerk, das im 17. Jahrhundert von dem spanischen Maler Diego Velázquez geschaffen wurde, war bereits 1914 von der Frauenrechtlerin Mary Richardson beschädigt worden.

Mehr als 40 Aktivisten auch bei Protest in der Nähe des Cenotaph-Denkmals festgenommen

Die britische Polizei gab zudem bekannt, dass mehr als 40 Just-Stop-Oil-Aktivisten festgenommen wurden, die in der Downing Street, wo sich der Amtssitz des Premierministers (Nummer 10) befindet, demonstriert hatten.

Die Aktivisten erklärten, sie hätten in der Whitehall, wo sich neben dem Amtssitz des Premierministers auch einige Ministerien befinden, in der Nähe des Cenotaph-Denkmals protestiert und das Denkmal nicht beschädigt.