Proteste gegen die Regierung in ganz Israel: Forderung nach 'sofortigen Neuwahlen' für Netanjahu

Der israelische Oppositionsführer wirft der Regierung Netanjahu Versagen vor und fordert 'sofortige Neuwahlen'

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In Israel hat das Unvermögen von Premierminister Benjamin Netanjahu, die Geiselkrise mit der Hamas zu lösen, landesweit zu groß angelegten Protesten geführt. Der ehemalige israelische Premierminister und Oppositionsführer Jair Lapid erklärte, die Regierung Netanjahu sei bei der Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen gescheitert. Lapid forderte den Rücktritt der Regierung und rief zu "sofortigen Neuwahlen" auf.

Oppositionsführer Lapid äußerte sich auf der Social-Media-Plattform X und warf den Mitgliedern der Regierung Netanjahu vor, in Fernsehsendungen die Familien der israelischen Geiseln im Gazastreifen zu beschuldigen. Er schrieb: "Ihr habt den Verstand verloren."

Lapid betonte, dass die Israelis während der Amtszeit der Regierung Netanjahu in Gefangenschaft geraten seien, und sagte: "Seit sechs Monaten habt ihr sie nicht nach Hause bringen können, und jetzt beschuldigt ihr auch noch ihre Familien? Diese Regierung der Zerstörung muss gehen. Sofortige Neuwahlen."

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu, der sich auf 'hochrangige Quellen' stützt, liegt die Priorität der Regierung nicht auf einem Gefangenenaustausch, sondern auf der Vernichtung der Hamas.

Premierminister Netanjahu wird in Israel und der internationalen Öffentlichkeit vorgeworfen, aus politischen Gründen kein Abkommen über einen Gefangenenaustausch zu schließen.

Hochrangige Mitglieder der Regierung Netanjahu, darunter der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich, argumentieren, dass die Geiseln nicht die oberste Priorität Israels sein sollten und die Vernichtung der Hamas wichtiger sei.

Einige Angehörige der Geiseln, die behaupten, in den sozialen Medien von Netanjahu-Anhängern angegriffen worden zu sein, hatten zudem berichtet, dass sie bei Demonstrationen, auf denen sie die Regierung zur Freilassung der Geiseln aufforderten, körperlichen Angriffen ausgesetzt waren.