Putins Schritt zeigt, dass er die Türkei als Feind betrachtet: Zwangsverwaltung für türkisches Unternehmen

Der russische Präsident Putin hat die Bierproduktionsgesellschaft AB InBev Efes BV vorübergehend unter die Verwaltung einer Struktur namens "GK Vmeste" gestellt.

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Putin hat eine Zwangsverwaltung für das Russland-Geschäft von Anadolu Efes angeordnet. Dies führte zu einem Kurssturz der Anadolu-Efes-Aktien um 10 Prozent. AB InBev Efes ist einer der drei größten Bierproduzenten des Landes und betreibt in Russland 11 Brauereien sowie 3 Malzproduktionsanlagen.

Das Unternehmen wurde 2018 als Joint Venture zwischen dem türkischen Unternehmen Anadolu Efes und dem belgischen Konzern AB InBev gegründet. Mit dieser Entscheidung wurde nun auch dieser letzte große Akteur des russischen Biersektors, der lange Zeit unter ausländischer Kapitalkontrolle stand, unter lokale Aufsicht gestellt.

ABSAGE AN ANADOLU EFES

Wie TürkRus berichtet, hatte der türkische Partner Anadolu Efes seit Ende 2023 verschiedene Versuche unternommen, die Anteile seines belgischen Partners zu erwerben. Die Regierungskommission lehnte jedoch die im Sommer vorgeschlagene Übernahmestruktur ab.

Gegen Ende 2024 wurde eine neue Vereinbarung zwischen den türkischen und belgischen Partnern getroffen. Dieser Vereinbarung zufolge sollte Anadolu Efes die Anteile von AB InBev in Russland übernehmen, während AB InBev die Anteile von Anadolu Efes in der Ukraine übernehmen würde.

RUSSLAND VERSCHÄRFT DIE KONTROLLE

Im Jahr 2023 stieg der Umsatz von AB InBev Efes um 11,4 Prozent auf 108,6 Milliarden Rubel, der Nettogewinn kletterte auf 16,7 Milliarden Rubel. Die Brauereien des Unternehmens produzierten im Jahr 2023 insgesamt 23,2 Millionen Hektoliter Bier sowie 527,7 Tausend Hektoliter Kwas, Apfelwein und Wasser. Diese Übernahme markiert jedoch eine neue Ära, in der Russland eine stärkere Kontrolle über die lokale Bierproduktion ausübt.

"PUTIN HAT DIE TÜRKEI ALS FEIND ERKLÄRT"

Der Ökonom Gökhan Uskuay äußerte sich nach diesem Schritt des russischen Präsidenten auf seinem Social-Media-Account kritisch und erklärte: "Wenn Putin eine Zwangsverwaltung für #AEFES-Aktien angeordnet hat, dann hat er die Türkei als Feind erklärt."

Uskuay betonte, dass Russland diesbezüglich für Klarheit sorgen müsse: "Russland muss in dieser Angelegenheit politische Klarheit schaffen. Andernfalls werden die Vermögenswerte türkischer Unternehmen einem ähnlichen Risiko ausgesetzt sein.", sagte er.

Uskuay äußerte sich in seinem Beitrag wie folgt:

"Wenn Putin eine Zwangsverwaltung für #AEFES-Aktien angeordnet hat, dann hat er die Türkei als Feind erklärt.

Russland muss in dieser Angelegenheit politische Klarheit schaffen. Andernfalls werden die Vermögenswerte türkischer Unternehmen einem ähnlichen Risiko ausgesetzt sein."