Razzia in fünf Bundesländern gegen verbotenen Neonazi-Verein Artgemeinschaft

Gegen 15 Personen wird wegen des Verdachts ermittelt, die Aktivitäten der 2023 verbotenen Artgemeinschaft fortzusetzen.

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In Deutschland wurde eine neue Razzia gegen den Neonazi-Verein Artgemeinschaft durchgeführt, dessen Aktivitäten im Jahr 2023 verboten wurden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle wurden in fünf Bundesländern Durchsuchungen vorgenommen, da der Verdacht besteht, dass der Verein trotz des Verbots seine Aktivitäten fortsetzt.

Es wurde mitgeteilt, dass sich die Ermittlungen gegen 15 Beschuldigte richten, denen die Unterstützung des Vereins vorgeworfen wird. Die Durchsuchungen fanden an verschiedenen Adressen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Niedersachsen statt.

Wie der Spiegel berichtet, umfassten die Durchsuchungen auch Simon Lansmann und Sebastian Koch, die bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt für die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) in der Stadt Gardelegen kandidierten.

In dem Bericht wird behauptet, dass die Polizei bei einer Veranstaltung im Juni, die von Lansmann ausgerichtet wurde, die Zugänge kontrollierte und Personen identifizierte, die mit der Artgemeinschaft in Verbindung stehen. Es wird zudem behauptet, dass bei derselben Veranstaltung eine Zeremonie abgehalten wurde, die an die Rituale des Vereins erinnerte, und ein Lied der Hitlerjugend aus der Zeit des nationalsozialistischen Deutschlands gesungen wurde.

Das deutsche Bundesinnenministerium hatte die Artgemeinschaft im September 2023 verboten. Das Ministerium erklärte, der Verein richte sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung und weise neonazistische, rassistische, fremdenfeindliche und demokratiefeindliche Züge auf.