Reaktion aus Ungarn auf die EU! Energieembargo wird die Kosten vervielfachen

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte, dass die Embargopläne der Europäischen Kommission gegen russische Energie das ungarische Volk schwer treffen würden. Laut Orbán würde der Verzicht auf russisches Gas Ungarn jährlich 2 Milliarden Euro kosten, und ab September würden die Strom- und Gasrechnungen drastisch steigen.

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Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte in einer Stellungnahme, dass das ungarische Volk die Folgen des Plans der Europäischen Kommission, auf russische Energieressourcen zu verzichten, bereits im September auf seinen Stromrechnungen sehen werde und dass der jährliche Gesamtverlust für Ungarn 2 Milliarden Euro erreichen werde.

Orbán sagte: „Aufgrund der Energiebedrohung für die Ukraine musste ich eine dringende Wirtschaftssitzung einberufen. Brüssel hat nicht davor zurückgeschreckt, der Ukraine auf Kosten der Zerstörung ungarischer und europäischer Familien zu helfen, indem es die Öl- und Gaslieferungen aus Russland kappt. Das bedeutet für Ungarn zusätzliche Kosten von 800 Milliarden Forint (2 Milliarden Euro) pro Jahr. Die Rechnungen werden dies bereits im September widerspiegeln.“

Orbán merkte zudem an, dass bei einer Umsetzung des Plans der Europäischen Kommission die Stromrechnungen der Ungarn sich verdoppeln und die Gasrechnungen sich vervierfachen würden, und dass die ungarische Regierung gezwungen wäre, ihr staatliches Subventionsprogramm zur Senkung der Nebenkosten zu beenden.

Die Europäische Kommission hatte am Dienstag einen Entwurf für einen Fahrplan vorgelegt, der den Stopp der Importe russischer Energieprodukte in die EU bis Ende 2027 vorsieht.

Die Kommission plant, im Juni einen Gesetzesvorschlag einzubringen, der alle Importe im Rahmen neuer russischer Gasverträge sowie bestehender Spotmarktverträge verbietet. Es ist vorgesehen, dass dieses Verbot bis Ende 2025 in Kraft tritt. Darüber hinaus ist geplant, den Import von Pipeline- und Flüssigerdgas aus Russland im Rahmen langfristiger Verträge spätestens bis Ende 2027 zu untersagen.