Reaktion der TRNZ auf den britischen Hochkommissar Siddiq wegen „Einmischung in innere Angelegenheiten“
Der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ), Ersin Tatar, reagierte scharf auf den in Südzypern akkreditierten britischen Hochkommissar Irfan Siddiq, der behauptet hatte, die „TRNZ werde niemals anerkannt werden“. Tatar erklärte: „Der britische Hochkommissar hat in keiner Weise das Recht, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen. Wir haben das türkische Volk hinter uns.“
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Präsident Tatar reagierte in einer Erklärung auf den in Südzypern akkreditierten britischen Hochkommissar Siddiq.
Tatar stellte fest, dass Siddiq, der behauptet hatte, die „TRNZ werde niemals anerkannt werden“, weder in der Position sei, den Zyperntürken Ratschläge zu erteilen, noch ihnen Vorschriften zu machen.
Tatar wies darauf hin, dass die Äußerungen von Siddiq darauf abzielten, das Gleichgewicht im östlichen Mittelmeer zugunsten Großbritanniens zu verschieben, und sagte: „Der britische Hochkommissar hat in keiner Weise das Recht, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen. Wir haben das türkische Volk hinter uns. So wie es kein Zurück zur Föderation geben wird, wird die TRNZ als ein türkischer Staat, der seine Existenz im östlichen Mittelmeer und im ‚Blauen Vaterland‘ (Mavi Vatan) aufrechterhält, für immer fortbestehen, und niemand wird dies verhindern können.“
Tatar verurteilte die Äußerungen von Hochkommissar Siddiq aufs Schärfste und betonte, dass sie ihren Weg wie bisher auch in Zukunft gemeinsam mit dem Mutterland Türkei fortsetzen werden.
Präsident Tatar bekräftigte, dass die Vorbedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen mit Südzypern die souveräne Gleichheit und der gleiche internationale Status seien.
AUCH MINISTER ERTUĞRULOĞLU REAGIERTE AUF DIE ERKLÄRUNG
Der Außenminister der TRNZ, Tahsin Ertuğruloğlu, reagierte ebenfalls in einer schriftlichen Erklärung scharf auf Kommissar Siddiq.
Ertuğruloğlu erklärte, dass Siddiq durch die Einmischung in die inneren Angelegenheiten der TRNZ sowohl diplomatische als auch Anstandsgrenzen überschritten habe.
Ertuğruloğlu merkte an, dass die Äußerungen von Siddiq darauf abzielten, die Bevölkerung zu provozieren, und äußerte sich wie folgt:
„Es gibt keine Rückkehr zum Föderationsmodell, wir haben dieses Kapitel abgeschlossen. Solange die griechische Seite als ‚Republik Zypern‘ anerkannt wird, war sie niemals an einer Einigung auf föderaler Basis interessiert. Sie sind diejenigen, die das Problem verursachen und anheizen. Sie, die die griechische Seite immer noch wie die ‚Republik Zypern‘ behandeln, beleidigen das türkisch-zyprische Volk, das einen ehrenhaften Kampf dagegen führt. Das ist Unverschämtheit, das ist Überheblichkeit, das ist ein Mangel an diplomatischer Höflichkeit.“
Ertuğruloğlu betonte, dass die Frage der Anerkennung der TRNZ nicht im Belieben von Siddiq liege, und äußerte die Ansicht: „Dass die TRNZ außer vom Mutterland Türkei nicht anerkannt wird, kann nicht so interpretiert werden, als ob dieser Staat nicht existiere. Anerkennung oder Nichtanerkennung ist kein Element, das die Existenz oder Nichtexistenz eines Staates beweist. Ob es Irfan Siddiq gefällt oder nicht, ob er es anerkennt oder nicht: Die TRNZ ist eine Realität, sie existiert, und trotz Siddiq und seinesgleichen wird sie auch von anderen Ländern anerkannt werden.“
Der britische Hochkommissar Irfan Siddiq hatte in einem Zeitungsinterview gesagt: „Die türkisch-zyprische Führung muss sehr klar sein. Was wollen sie? Wenn ihre Position lautet: ‚Wir wollen souveräne Gleichheit und gleichen internationalen Status‘, dann ist das nicht möglich. Was bieten Sie dann Ihrem Volk an? Die Anerkennung der TRNZ? Auch das ist nicht möglich. Sie werden die Anerkennung von zwei Staaten nicht durchsetzen können!“