Reaktion der Türkei und 7 weiterer Länder auf Israels Gaza-Plan
Die Außenminister von 8 Ländern, darunter die Türkei, haben in einer gemeinsamen Erklärung die Weigerung Israels verurteilt, den Gaza-Plan umzusetzen.
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Die Außenminister der Türkei, Ägyptens, Indonesiens, Jordaniens, Pakistans, Katars, Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate haben mit einer gemeinsamen Erklärung auf die Weigerung Israels reagiert, den Gaza-Plan von US-Präsident Donald Trump umzusetzen.
In der Erklärung wurde die Ablehnung Israels verurteilt, den Fahrplan zur vollständigen Umsetzung des durch die Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrates gebilligten Plans sowie die Anerkennung eines Palästinenserstaates zu akzeptieren.
Die Minister betonten, dass die Haltung Israels die Umsetzung des Gaza-Plans direkt gefährde und die gemeinsamen Bemühungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden schwäche.
AUFRUF ZUR SOFORTIGEN UMSETZUNG DES PLANS
In der gemeinsamen Erklärung wurde zum Ausdruck gebracht, dass der von palästinensischen Gruppen akzeptierte Plan das Ergebnis umfassender Vermittlungsbemühungen von Ägypten, Katar, der Türkei, den USA, dem Hohen Vertreter für Gaza und dem Friedensrat sei. Die Minister merkten an, dass der Plan einen „entscheidenden Wendepunkt“ für den Wiederaufbau Gazas darstelle.
Die Minister erklärten, dass Israel die „direkte und volle Verantwortung“ für die Konsequenzen trage, die sich aus der Ablehnung, Behinderung, Verzögerung oder Nichteinhaltung des Plans ergeben könnten, einschließlich der Verschlechterung der Lage vor Ort und der Verzögerung bei der Beendigung des Krieges in Gaza.
In der Erklärung wurde zudem auf die Bedeutung eines kontinuierlichen und aktiven Engagements der USA zur Erfüllung der Verpflichtungen im Rahmen des Plans hingewiesen. Es wurde betont, dass der Plan vollständig und unverzüglich umgesetzt werden müsse, um die schwere humanitäre Lage in Gaza zu lindern, Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten sowie den Wiederaufbau- und Erholungsprozess einzuleiten.
Die Minister erklärten, dass ein dauerhafter Frieden auf dem Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung und Staatsgründung gemäß dem Völkerrecht basieren müsse. Jede Art von Initiative, einschließlich einseitiger Schritte, die darauf abzielten, die Gründung eines palästinensischen Staates zu verhindern, wurde abgelehnt.
In der gemeinsamen Erklärung wurde festgehalten, dass ein umfassender Frieden nur durch die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung und die Gründung eines unabhängigen und souveränen Staates Palästina auf der Grundlage der Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt erreicht werden könne. Die Minister forderten den Friedensrat zudem auf, „dringende und konkrete Maßnahmen“ zu ergreifen, um die Integrität des Plans zu wahren und dessen Blockierung zu verhindern.