Reaktion von Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz Goldschmidt auf Siedlerangriffe im Westjordanland
Der Präsident der CER, Rabbiner Pinchas Goldschmidt, sandte eine Botschaft gegen die Angriffe auf Moscheen und palästinensische Familien im Westjordanland: „Wir können nicht schweigen.“
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Der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz (CER), Rabbiner Pinchas Goldschmidt, hat auf die Angriffe radikaler jüdischer Siedler auf Palästinenser und Moscheen im Westjordanland reagiert.
In einem Beitrag für die Jüdische Allgemeine betonte Goldschmidt, dass die Haltung gegenüber Gewalt, die im Namen des jüdischen Volkes verübt werde, eindeutig sein müsse. Der CER-Präsident erklärte: „Unsere Stimme gegen Gewalt, die im Namen des jüdischen Volkes verübt wird, muss genauso klar und stark sein wie unsere Stimme gegen die Gewalt, die uns entgegengebracht wird.“
Goldschmidt wies darauf hin, dass in den letzten Wochen in den Orten Kusra, Kur und At-Tuwani im Westjordanland wiederholt Moscheen in Brand gesteckt, Parolen wie „Rache“ an Wände geschmiert und die Häuser palästinensischer Familien zerstört wurden. Goldschmidt, der argumentierte, dass sich die Vorfälle vor den Augen der israelischen Armee ereigneten, sagte: „Als Rabbiner, die ein verantwortungsbewusstes Judentum vertreten, können wir nicht schweigen.“
Der CER-Präsident erinnerte daran, dass die Europäische Rabbinerkonferenz in der Vergangenheit das israelische Oberrabbinat aufgefordert habe, ähnliche Angriffe klar zu verurteilen, und dass dieser Aufforderung nachgekommen worden sei. Goldschmidt berichtete zudem, dass auch der israelische Präsident Isaac Herzog und der Generalstabschef Eyal Zamir die Angriffe verurteilt hätten.
Das eigentliche Problem besteht laut Goldschmidt darin, dass auf die Verurteilungserklärungen keine ausreichenden rechtlichen Konsequenzen folgen. Goldschmidt argumentierte, dass Anklagen und Verurteilungen in Brandstiftungsfällen die Ausnahme blieben und die Verdächtigen oft nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt würden, was das Gefühl der Straflosigkeit verstärke und zu neuen Gewalttaten ermutige.
''Wenn Moscheen brennen, brennt auch unsere eigene Glaubwürdigkeit. Wer im Namen jüdischer nationaler Interessen ein Gotteshaus in Brand steckt, greift nicht nur die Menschenwürde der Muslime an, sondern fügt auch dem moralischen Fundament des jüdischen Staates schweren Schaden zu.''