Regierung in Gaza: Israel hat seit dem 7. Oktober 40.000 Tonnen Bomben auf den Gazastreifen abgeworfen

Der Leiter des Medienbüros der Regierung in Gaza, Salame Maruf, teilte mit, dass die israelische Armee seit Beginn ihrer Angriffe am 7. Oktober 40.000 Tonnen Bomben auf den Gazastreifen abgeworfen habe.

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Der Leiter des Medienbüros der Regierung in Gaza, Salame Maruf, erklärte in einer schriftlichen Mitteilung auf seinem Telegram-Kanal: "Die Besatzungstruppen haben 40.000 Tonnen Bomben auf den Gazastreifen abgeworfen; die Verbrechen der Besatzer geschahen fernab der Kameras."

HUNDERTE MENSCHEN WURDEN AN IHREM STERBEORT BEIGESETZT

Maruf wies darauf hin, dass die israelischen Streitkräfte in jüngster Zeit Bomben eingesetzt hätten, die zuvor noch nicht verwendet worden seien, und berichtete, dass Hunderte bei den Angriffen getötete Menschen direkt an ihrem Sterbeort beigesetzt worden seien.

"Die Zerstörung im Gazastreifen spiegelt den Wunsch der Besatzungstruppen wider, Gaza unbewohnbar zu machen", so Maruf. Er merkte an, dass während der "humanitären Pause" das Ausmaß des großen Massakers deutlich geworden sei, das zu massiven Zerstörungen an der Infrastruktur und in Wohngebieten geführt habe.

Maruf erklärte, dass ein Drittel der Bewohner des Gazastreifens keinen Zugang zu lebensnotwendigen Gütern habe, internationale Organisationen abwesend seien und ein großes Feldlazarett benötigt werde. Der palästinensische Beamte erinnerte zudem daran, dass das Al-Shifa-Krankenhaus nicht mehr funktionsfähig sei.

DER AKTUELLE STAND DER BESATZUNG VON GAZA

Der bewaffnete Flügel der Hamas, die Al-Qassam-Brigaden, startete am Morgen des 7. Oktober einen umfassenden Angriff mit der Begründung, auf die "anhaltenden Verletzungen Israels gegenüber den Palästinensern und ihren heiligen Werten, insbesondere der Al-Aqsa-Moschee, zu reagieren", woraufhin die israelische Armee massive Luftangriffe auf den Gazastreifen begann.

In Israel wurde bekannt gegeben, dass bei den Angriffen vom 7. Oktober 1.200 Israelis getötet wurden, darunter mehr als 310 Soldaten, und 5.132 Menschen verletzt wurden.

Nach Angaben der israelischen Armee wurden seit dem 7. Oktober bei den Kämpfen in Gaza 70 israelische Soldaten getötet, an der libanesischen Grenze kamen 6 weitere ums Leben.

Israel zufolge nahmen die Al-Qassam-Brigaden am 7. Oktober 239 Israelis als Geiseln. Im Rahmen einer zwischen der Hamas und Israel getroffenen Vereinbarung wurden 26 israelische Frauen und Kinder gegen 78 palästinensische Frauen und Kinder ausgetauscht und freigelassen.

Nach Angaben der Regierung in Gaza wurden seit dem 7. Oktober bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen 14.854 Menschen getötet, darunter mehr als 6.150 Kinder und über 4.000 Frauen.

Im besetzten Westjordanland und in Jerusalem wurden seit dem 7. Oktober 239 Palästinenser bei Angriffen israelischer Streitkräfte und jüdischer Siedler getötet.

Die israelische Armee beschoss Dutzende Krankenhäuser, in denen Zehntausende Verwundete und Zivilisten in Gaza Zuflucht gesucht hatten, oder deren Gelände, um eine gewaltsame Evakuierung zu erzwingen. Während der Besatzung stürmten sie einige Krankenhäuser. Bei den Angriffen wurden Hunderte Menschen getötet und verletzt.

Bei den seit dem 8. Oktober andauernden Gefechten an der Grenze zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah wurden 85 Hisbollah-Mitglieder getötet.

Die Einigung zwischen Israel und der Hamas über eine "humanitäre Pause" trat am Freitag, den 24. November, um 07.00 Uhr (08.00 Uhr türkischer Zeit) in Kraft. Gemäß der Vereinbarung wird eine viertägige "humanitäre Pause" eingelegt. Im Austausch für 50 von der Hamas festgehaltene israelische Geiseln sollen 150 Palästinenser aus israelischen Gefängnissen freigelassen werden.