Regierungskrise in den Niederlanden: Ministerpräsident Schoof zurückgetreten

Der niederländische Ministerpräsident Dick Schoof hat nach dem Austritt des Koalitionspartners Partei für die Freiheit (PVV) aus der Regierung seinen Rücktritt erklärt.

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Ministerpräsident Schoof erklärte nach einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts, die nach dem Ausscheiden der PVV aus der Koalition einberufen worden war, gegenüber der Presse: "Da wir im Parlament keine ausreichende Unterstützung mehr finden, trete ich zurück." Schoof bezeichnete die Entscheidung des PVV-Vorsitzenden Geert Wilders als "unnötig und verantwortungslos" und betonte, dass Wilders eine maßgebliche Rolle beim Sturz der Regierung gespielt habe.

Der Ministerpräsident kritisierte die Haltung der PVV mit den Worten: "Wenn der Wille einer Partei fehlt, kann man nicht weiter zusammenarbeiten." Schoof erklärte, er habe in den letzten Tagen intensive Gespräche mit den Koalitionspartnern geführt und sei der Ansicht gewesen, dass diese Situation hätte vermieden werden können.

WAHLVORBEREITUNGEN IM NOVEMBER

Schoof gab bekannt, dass eine Neubildung der Regierung nicht möglich sei und für November Neuwahlen geplant seien. Er sagte, dass in den großen Fragen, mit denen das Land konfrontiert sei – wie der Wohnungskrise, der Wirtschaft, der Sicherheit und der Migrationsproblematik –, die notwendigen Schritte unternommen würden und man nach Unterstützung im Parlament suche.

ARBEITSWEISE DER ÜBERGANGSREGIERUNG

Schoof erklärte, dass die Minister der Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD), der Partei Neuer Sozialer Vertrag (NSC) und der Bürgerbewegung BoerBurgerBewegung (BBB) ihre Ämter bis zur Bildung einer neuen Regierung weiterführen würden. "In dieser Zeit intensiver geopolitischer Spannungen und nationaler Herausforderungen ist es wichtig, dass die Minister ihre Aufgaben weiter wahrnehmen", sagte er. Während nicht erwartet wird, dass die PVV Teil der Übergangsregierung bleibt, ist geplant, dass die anderen Koalitionsparteien vorläufige Ernennungen für die frei gewordenen Ministerposten vornehmen.

Die Niederlande werden ihren Weg ohne die PVV mit einer Übergangsregierung fortsetzen.