Rekordzahl an Einbürgerungen in Deutschland im Jahr 2024

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 291.955 Personen eingebürgert. Während Syrer die größte Gruppe bildeten, verdoppelte sich die Zahl der türkischen Staatsbürger im Vergleich zum Vorjahr auf 22.525. Die in Kraft getretene Erleichterung der Einbürgerungsregeln trug maßgeblich zu diesem Rekordanstieg bei.

İHA

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Zahlen der Einbürgerungen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Demnach wurden im vergangenen Jahr 291.955 Anträge auf Einbürgerung positiv beschieden.

Im Vergleich zum Jahr 2023 stieg die Zahl der Einbürgerungen um 46 Prozent.

Den Daten zufolge stellten Syrer die größte Gruppe der Eingebürgerten. Personen syrischer Herkunft machten mehr als ein Viertel, also 28 Prozent, der Einbürgerungen aus. Laut den Daten wurden im vergangenen Jahr 83.150 Syrer deutsche Staatsbürger.

ZAHL DER TÜRKEN HAT SICH VERDOPPELT

Während 2023 noch 11.790 türkische Staatsbürger eingebürgert wurden, stieg diese Zahl im Jahr 2024 auf 22.525. Die Zahl der eingebürgerten Türken hat sich im vergangenen Jahr somit verdoppelt.

Im Jahr 2024 erhielten zudem 12.980 Russen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Der Anteil derjenigen, die 2024 von der Möglichkeit einer beschleunigten Einbürgerung aufgrund besonderer Integrationsleistungen profitierten, machte 7 Prozent aller Einbürgerungen aus. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der im Jahr 2024 Eingebürgerten in Deutschland betrug 11 Jahre und 8 Monate. Bei Personen türkischer Herkunft lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer zum Zeitpunkt der Einbürgerung bei 23 Jahren und 1 Monat.

Hinter der Rekordzahl an Einbürgerungen steht die am 27. Juni 2024 in Kraft getretene Reform, die den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft erleichtert hat.