Riesiges Plakat einer Geburtstagskarte an Epstein sorgt in Washington für Aufsehen
Eine überdimensionale Kopie einer alten Geburtstagskarte für Jeffrey Epstein, die den Namen von Donald Trump trägt, wurde auf der National Mall in Washington aufgestellt. Die Installation lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf das Thema, während die Geheimhaltung der Epstein-Akten in Frage gestellt wird.
12punto
Während die Debatten um die Epstein-Ermittlungen, die die Öffentlichkeit beschäftigen, andauern, hat eine ungewöhnliche Kunstinstallation in der Hauptstadt Washington für Aufsehen gesorgt. Eine Künstlergruppe, die sich selbst als „The Secret Handshake“ bezeichnet, hat eine über drei Meter große Reproduktion einer Geburtstagskarte, die an den Geschäftsmann Jeffrey Epstein gerichtet war und den Namen des damaligen US-Präsidenten Donald Trump trägt, auf der National Mall ausgestellt.
Es wird berichtet, dass die besagte Nachricht aus einer Sammlung von Briefen stammt, die Epstein Anfang der 2000er Jahre übergeben wurden. Auf der Vorderseite der Karte befindet sich eine Zeichnung einer nackten Frau, die Unterschrift „Donald“ sowie die folgenden Worte:
„Alles Gute zum Geburtstag und möge jeder Tag ein weiteres wunderbares Geheimnis sein.“
Auf der Rückseite der Karte steht die Nachricht: „Alles Gute zum Geburtstag an einen großartigen Mann!“ Auf einer Tafel neben der Installation werden Besucher dazu aufgerufen, ihre eigenen Nachrichten an die Trump-Regierung zu hinterlassen. Zudem wurde mitgeteilt, dass die Installation bis Freitag, den 23. Januar, vor Ort bleiben wird.
In den im vergangenen Jahr veröffentlichten Dokumenten wird darauf hingewiesen, dass die besagte Geburtstagskarte Teil des umfangreichen Epstein-Archivs ist, das der Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses im September veröffentlichte. Das Archiv enthält zahlreiche Dokumente, von persönlichen Gegenständen aus Epsteins Jugend bis hin zu privaten Fotosammlungen. Es wird vermutet, dass dieses spezielle „Geburtstagsbuch“ von Ghislaine Maxwell, einer engen Vertrauten Epsteins, zusammengestellt und mit persönlichen Notizen sowie Schnappschüssen angereichert wurde.
Die Notiz, die in der Vergangenheit vom Wall Street Journal bekannt gemacht wurde, sorgte damals für großes Aufsehen, während Trump bestritt, diese Karte geschrieben zu haben oder eine enge Beziehung zu Epstein gepflegt zu haben. Trump ging rechtlich gegen den Bericht vor und erklärte, die Unterschrift auf der Karte stamme nicht von ihm und könne von jemand anderem gefälscht worden sein. Zudem wurde daran erinnert, dass Trump trotz der Erwähnung seines Namens in den Akten bisher keinen rechtlichen Anschuldigungen ausgesetzt war.
EPSTEIN-ERMITTLUNGEN SORGEN WELTWEIT FÜR UNRUHE
Es ist bemerkenswert, dass die jüngste Entwicklung in eine Zeit fällt, in der die Forderungen nach Transparenz im Fall Epstein zunehmen. Das US-Justizministerium erklärte Anfang Januar, dass bisher nur 12.285 Dokumente aus den Epstein-Akten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, was weniger als ein Prozent aller Dateien ausmache. Es wurde betont, dass die Prüfung von über zwei Millionen Dokumenten noch andauert. Eine im letzten Jahr verabschiedete gesetzliche Regelung sieht vor, dass alle Dokumente im Zusammenhang mit Epstein spätestens bis zum 19. Dezember 2025 veröffentlicht werden müssen.
Die Gruppe „The Secret Handshake“ hatte bereits zuvor auf der National Mall für Aufsehen erregende Kunstinstallationen zu Epstein und Trump gesorgt. Zu den früheren Projekten der Gruppe zählen die Skulptur „Best Friends Forever“, die Trump und Epstein gemeinsam zeigt, die bronzene Fackel „The Donald J. Trump Enduring Flame“, die auf Trumps umstrittene Äußerungen aus dem Jahr 2017 anspielt, sowie die Installation „Dictator Approved“, die durch eine goldene Handfigur besticht, die die Krone der Freiheitsstatue zerquetscht.