Russischer Botschafter ins aserbaidschanische Außenministerium einbestellt

Während des Gesprächs wurde betont, dass die Verwendung von Begriffen wie „ethnische kriminelle Gruppe“ in Berichten russischer Medien über die Vorfälle sowie das Schüren ethnischer Intoleranz inakzeptabel seien.

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Nach Angaben des Ministeriums übermittelte der stellvertretende Außenminister Araz Azimov dem in das Ministerium einbestellten Botschafter Jewdokimow die ernsthafte Besorgnis Aserbaidschans über unfreundliche Schritte und Handlungen Russlands.

Während des Treffens wurde die Thematik der Razzien in Häusern, in denen Aserbaidschaner in der russischen Stadt Jekaterinburg leben, am 27. Juni angesprochen, bei denen zwei Menschen ihr Leben verloren und einige weitere schwer verletzt wurden.

Die aserbaidschanische Seite erklärte, dass die von den russischen Behörden vorgelegten Erklärungen zu dem Vorfall im Widerspruch zu den Spuren von Gewalt an den Körpern der Verstorbenen sowie zu den rechtsmedizinischen Berichten stünden.

Aserbaidschan äußerte die Erwartung, dass eine umfassende und unparteiische Untersuchung der rechtswidrigen Praktiken der russischen Strafverfolgungsbehörden durchgeführt, die Verantwortlichen bestraft und dieser Prozess transparent gestaltet werde. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass es unangebracht sei, die Haltung Aserbaidschans als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands zu bewerten.

Bei dem Gespräch wurde zudem mitgeteilt, dass die Kritik der russischen Seite an den Maßnahmen gegen das Büro der russischen Nachrichtenagentur Sputnik in Baku unbegründet sei. Es wurde erklärt, dass die betreffenden Maßnahmen in Übereinstimmung mit den Gesetzen Aserbaidschans umgesetzt wurden und sich der Prozess noch im Ermittlungsstadium befinde.

Als ein weiterer Punkt, der die Beziehungen zwischen den Parteien negativ beeinflusst, wurde der Abschuss eines Flugzeugs der Azerbaijan Airlines im russischen Luftraum Ende letzten Jahres und die anschließende Unterlassung ausreichender Maßnahmen thematisiert. Aserbaidschan brachte seine Reaktion auf die Verzerrung des Vorfalls und die Desinformationskampagnen zum Ausdruck, die in russischen Medien durch einige offizielle Persönlichkeiten geführt wurden.

Die Regierung in Baku forderte Russland auf, vollständige, transparente und wirksame Schritte bezüglich des abgeschossenen aserbaidschanischen Flugzeugs zu unternehmen, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen und den Opfern Entschädigungen zu zahlen, um die derzeitige negative Stimmung in den Beziehungen zu zerstreuen.

Abschließend wurde betont, dass auch Äußerungen einiger politischer Akteure und Medienorganisationen in Russland in den letzten 4 bis 5 Monaten, die sich gegen die Souveränität und territoriale Integrität Aserbaidschans richteten, den Beziehungen zwischen den beiden Ländern geschadet hätten.

Aserbaidschan forderte Russland dazu auf, die notwendigen Schritte zur Beseitigung der Spannungen in den bilateralen Beziehungen zu unternehmen.