Russischer Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew und Umgebung: Mindestens 4 Tote

Ukrainische Behörden gaben bekannt, dass bei den russischen Angriffen auf Kiew und die umliegende Region mindestens 4 Menschen getötet und mehr als 12 weitere verletzt wurden.

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Ukrainische Behörden meldeten, dass bei massiven Angriffen Russlands mit Raketen und unbemannten Luftfahrzeugen auf die Hauptstadt Kiew und deren Umgebung mindestens 4 Menschen ums Leben kamen und mehr als 12 Personen verletzt wurden.

Der Leiter der regionalen Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkachenko, gab über Telegram bekannt, dass die Region die ganze Nacht über Ziel eines „groß angelegten Angriffs mit Raketen und Kampf-Drohnen“ war.

Einsatzkräfte arbeiten in einem durch die Angriffe in der Region Kiew beschädigten Gebiet.

Die militärische Stadtverwaltung von Kiew erklärte, dass bei dem Angriff auf die Hauptstadt 3 Menschen starben und mehr als 5 Personen verletzt wurden. In der östlich von Kiew gelegenen Stadt Boryspil wurde ein Betriebsgelände beschädigt; dort wurde ein Toter und ein Verletzter gemeldet.

Tkachenko teilte zudem mit, dass durch den Beschuss eines Wohngebäudes 8 weitere Personen verletzt wurden. Die ukrainische Luftwaffe warnte während der Angriffe vor der anhaltenden Bedrohung durch ballistische Waffen und andere Luftangriffsmittel und forderte die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben.

SICHERHEITSWARNUNG ZUM SCHULBEGINN

Die Angriffe fielen in eine Zeit, in der sich ukrainische Kinder nach den Sommerferien auf die Rückkehr in die Schule vorbereiten. Die Regionalverwaltung von Kiew warnte davor, in Gebieten mit hohem Risiko an Großveranstaltungen teilzunehmen.

Kiew und seine Umgebung befinden sich aufgrund der wiederholten Luftangriffe in den letzten Wochen häufig im Alarmzustand.

Die Hauptstadt und die umliegenden Siedlungen stehen in den letzten Wochen unter starkem Druck durch russische Luftangriffe. Nach Angaben der Behörden erhöht der Einsatz von Drohnen mit Strahltriebwerken die Bedrohung, wobei es in der Region täglich zu mehreren Luftalarmen kommen kann.

Während die Konfliktparteien in den letzten Monaten ihre Langstreckenangriffe intensiviert haben, stehen Infrastrukturziele wie Lagerhäuser, Betriebe, Öl- und Hafenanlagen sowie Schiffe im Fokus der Angriffe. Diese Attacken verstärken auch die Sorgen über zivile Opfer.

Die Ukraine weist darauf hin, dass sie insbesondere bei den Abfangraketen, einschließlich der US-amerikanischen Patriot-Systeme, die gegen ballistische Bedrohungen eingesetzt werden, unter einem ernsthaften Mangel leidet. Die Kiewer Führung fordert von ihren Verbündeten mehr Unterstützung zur Stärkung der Luftverteidigung gegen die Angriffe, die nach eigenen Angaben fast jede Nacht stattfinden.