Russland-Alarm in der EU: Durchsuchungen in Büros
Wenige Tage vor der Europawahl wurde im Europäischen Parlament wegen „russischer Einflussnahme“ ermittelt. Die Europäische Kommission hatte zuvor angekündigt, dass im Vorfeld der EU-Wahlen vom 6. bis 9. Juni Maßnahmen insbesondere gegen eine Einflussnahme durch Russland ergriffen wurden.
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Im Europäischen Parlament (EP) wurden Durchsuchungen durchgeführt, da ein Mitarbeiter verdächtigt wird, im Vorfeld der EP-Wahlen vom 6. bis 9. Juni zugunsten Russlands interveniert zu haben.
Laut einer schriftlichen Erklärung der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft führte die Brüsseler Föderale Kriminalpolizei im Rahmen eines im April 2024 eingeleiteten Verfahrens und auf Anordnung des Untersuchungsrichters am Brüsseler Gericht eine Durchsuchung im Haus eines EP-Mitarbeiters im Bezirk Schaerbeek sowie in dessen Büro im EP durch.
Gleichzeitig wurde in enger Zusammenarbeit mit Eurojust, der EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen, und den französischen Justizbehörden auch das Büro dieses Mitarbeiters im EP-Gebäude in Straßburg durchsucht.
Als Grund für die Durchsuchungen, die wegen des Verdachts auf „ausländische Einflussnahme“, „passive Bestechlichkeit“ und „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“ erfolgten, wurde angegeben, dass der betreffende EP-Mitarbeiter über die Nachrichtenseite „Voice of Europe“ (Stimme Europas) an EP-Abgeordnete herangetreten sei, um diese dazu zu bewegen, russische Propaganda zu verbreiten.
Die Europäische Kommission hatte zuvor angekündigt, dass im Vorfeld der EP-Wahlen vom 6. bis 9. Juni Maßnahmen insbesondere gegen eine Einflussnahme durch Russland ergriffen wurden.