Russland beginnt mit der Auszahlung von Versicherungsentschädigungen an Aserbaidschan

Das russische Außenministerium gab bekannt, dass die Versicherungszahlungen für das Flugzeug der Azerbaijan Airlines (AZAL) begonnen haben, das nach einem Beschuss im russischen Luftraum in der Nähe der kasachischen Stadt Aktau abgestürzt war.

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Russland hat mit der Auszahlung von Versicherungsentschädigungen für das Flugzeug der Azerbaijan Airlines (AZAL) begonnen, das nach einem Beschuss im russischen Luftraum in der Nähe der kasachischen Stadt Aktau abgestürzt war. In einer Erklärung des russischen Außenministeriums wurde mitgeteilt, dass die russische Versicherungsgesellschaft "AlfaStrakhovanie" die volle Versicherungssumme des Flugzeugs in Höhe von 1 Milliarde 3 Millionen Rubel (etwa 12,34 Millionen US-Dollar) an AZAL ausgezahlt hat.

In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass die Entschädigungsansprüche bezüglich der 46 Passagiere, die von den 62 Personen an Bord verletzt wurden oder ums Leben kamen, abgeschlossen seien. In diesem Rahmen seien Zahlungen an 7 von 15 russischen Staatsbürgern, 35 von 38 aserbaidschanischen Staatsbürgern, alle 3 Passagiere mit kirgisischer Staatsangehörigkeit sowie 1 von 6 Passagieren mit kasachischer Staatsangehörigkeit geleistet worden.

Es wurde weiter ausgeführt, dass bisher insgesamt 358,4 Millionen Rubel (4,4 Millionen US-Dollar) an Versicherungsleistungen an die verletzten Passagiere und die Hinterbliebenen der Verstorbenen ausgezahlt wurden. Zudem werde weiterhin an der Festlegung der Entschädigungssummen gearbeitet, um eine vollständige Einigung mit den Opfern und den Angehörigen der Verstorbenen zu erzielen.

WAS WAR PASSIERT?

Das Passagierflugzeug der Azerbaijan Airlines (AZAL), das am 25. Dezember von der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku in Richtung Grosny in der russischen Teilrepublik Tschetschenien gestartet war, wurde im Luftraum von Grosny von russischer Seite beschossen. Das Flugzeug änderte seine Route in Richtung Kasachstan und stürzte beim Versuch einer Notlandung in der Stadt Aktau ab. Von den 67 Personen an Bord, darunter 5 Besatzungsmitglieder, kamen 38 ums Leben, 29 Personen überlebten. Der russische Präsident Wladimir Putin rief den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev an und entschuldigte sich für den Vorfall, da dieser sich im russischen Luftraum ereignet hatte.