Russland nennt 3 Bedingungen für Waffenstillstand im Ukraine-Krieg: US-Delegation in Moskau eingetroffen

Eine Delegation unter der Leitung von Steve Witkoff, dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump für den Nahen Osten, ist in Moskau eingetroffen. Kurz vor der Ankunft der US-Delegation hatte Russland seine Bedingungen für einen Frieden in der Ukraine bekannt gegeben.

12punto

12punto AUSLANDSREDAKTION

Russland hat den USA seine grundlegenden Bedingungen für die Aufnahme von Friedensgesprächen mit der Ukraine vorgelegt. Zu den Forderungen Moskaus gehören der Verzicht der Ukraine auf einen NATO-Beitritt, das Verbot der Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine nach dem Krieg sowie die internationale Anerkennung der russischen Souveränität über die Regionen Krim, Cherson, Saporischschja sowie die Volksrepublik Luhansk (LPR) und die Volksrepublik Donezk (DPR).

Der Kreml legte seine Vorbedingungen für einen Frieden dar, nachdem das Flugzeug mit der US-Delegation in Moskau gelandet war. In einer Erklärung des russischen Außenministeriums wurde betont, dass die USA und europäische Länder nach dem Krieg keine Truppen in der Ukraine stationieren dürften.

Während Russland den offiziellen Status der von ihm kontrollierten Gebiete in der Ukraine fordert, machte es zudem den Verzicht der Kiewer Regierung auf einen NATO-Beitritt zur Bedingung. Die USA und die Ukraine haben sich zu den Forderungen Russlands bisher nicht geäußert.

Steve Witkoff, Sondergesandter des Weißen Hauses für den Nahen Osten

TRUMP: 'DIE LAGE BLEIBT ERNST'

US-Außenminister Marco Rubio kündigte an, dass amerikanische Diplomaten nach Moskau reisen würden, um direkte Kontakte mit russischen Vertretern aufzunehmen. Dieser Schritt erfolgte, nachdem die Ukraine bei den Verhandlungen in Saudi-Arabien ihre Bereitschaft signalisiert hatte, einen 30-tägigen Waffenstillstand zu akzeptieren.

Trump bestätigte bei einem Treffen mit dem irischen Premierminister Micheal Martin die Reise der Diplomaten nach Moskau und äußerte sich wie folgt:

'Ich erhalte positive Signale bezüglich eines Waffenstillstands, aber diese Signale allein reichen nicht aus. Die Lage bleibt ernst.'

Wie die offizielle russische staatliche Nachrichtenagentur TASS berichtet, erklärte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow, man erwarte, dass das Angebot, das die USA ihnen unterbreiten werden, in den kommenden Tagen konkretisiert werde. Peskow deutete zudem an, dass die Möglichkeit eines Telefonats zwischen Putin und Trump im Gespräch sei.

Russische Beamte merkten an, dass sie den Waffenstillstandsvorschlag der Ukraine prüfen und die Gespräche über verschiedene diplomatische Kanäle fortgesetzt würden. Unterdessen wies Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch an der Front in Kursk die Armee an, die Region 'so schnell wie möglich' von der ukrainischen Besatzung zu befreien.

Kreml-Sprecher Dimitri Peskow

SELENSKYJ: 'WIR HABEN DIE NOTWENDIGEN SCHRITTE FÜR DEN FRIEDEN UNTERNOMMEN'

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in Kiew, sein Land habe die notwendigen Schritte für den Frieden unternommen. Der ukrainische Staatschef betonte, dass die direkten Gespräche der USA mit Moskau von entscheidender Bedeutung seien und er hoffe, dass der Prozess zu einem positiven Ergebnis führe.

Selenskyj betonte, dass ohne Sicherheitsgarantien für sein Land kein dauerhafter Frieden erreicht werden könne, und äußerte sich wie folgt:

'Alles hängt davon ab, ob Russland wirklich einen Waffenstillstand will oder ob es weiterhin Menschen töten will.'