Russland stichelt gegen die Türkei: Die Lage in der Türkei und Russland ist unterschiedlich
Die russische Zentralbank hat den Leitzins wie erwartet um 200 Basispunkte angehoben.
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Die russische Zentralbank (CBR) hat den Leitzins, den sie bei den vorangegangenen vier Sitzungen unverändert gelassen hatte, im Einklang mit den Markterwartungen um 200 Basispunkte angehoben.
Die Zentralbank warnte zudem, dass über eine erneute Zinserhöhung bei der Sitzung am 13. September entschieden werde. Der Verwaltungsrat hatte sich bei den vorangegangenen vier Sitzungen dafür entschieden, den Zinssatz bei 16 Prozent zu belassen.
In der Erklärung der Institution heißt es: „Um die Inflation wieder auf einen Abwärtspfad zu bringen, sind zusätzliche Straffungsmaßnahmen erforderlich; um die Inflation auf das Ziel von 4 Prozent zu senken, ist eine restriktivere Geldpolitik nötig, als bisher angenommen.“
Nach der Entscheidung trat die Präsidentin der russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, vor die Presse und erklärte, dass sie nicht nach dem türkischen Szenario handeln und keine drastischen Zinserhöhungen vornehmen würden. Die Zentralbankpräsidentin sagte: „Die Situation in Russland ist völlig anders.“
'UNSERE LAGE IST NICHT MIT DER TÜRKEI VERGLEICHBAR'
Nabiullina äußerte sich wie folgt:
„Die Türkei ist ein Beispiel. Dort stieg die Inflation auf bis zu 80 Prozent, liegt immer noch bei etwa 70 Prozent jährlich, und der Zinssatz blieb lange Zeit sehr niedrig, weshalb sie in der Türkei gezwungen waren, die Zinsen in sehr großen Schritten zu erhöhen... Die Zinserhöhung im letzten Jahr war wirksam bei der Senkung der Inflationsraten in der ersten Jahreshälfte, aber damit der Rückgang der Inflation unumkehrbar wird, ist zusätzliche Straffheit erforderlich, doch unsere Lage ist nicht mit der Türkei vergleichbar, daher haben wir eine solche Option nicht in Betracht gezogen“.