Russlands massive Angriffe auf Kiew zielten auf Zivilisten ab

Als Reaktion auf einen ukrainischen Angriff auf russische Luftwaffenstützpunkte hat Russland Kiew mit mehr als 500 Raketen und Drohnen attackiert. Bei den Angriffen kamen zahlreiche Zivilisten ums Leben, die Bevölkerung verbrachte die Nacht in U-Bahn-Stationen.

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Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew die ganze Nacht über mit massiven Raketen- und Drohnenangriffen überzogen. Diese Angriffe erfolgten im Anschluss an ukrainische Drohnenoperationen gegen strategische Bomber auf russischem Territorium. Die Ukraine behauptete, mit dieser Operation einen erheblichen Teil der russischen Flotte strategischer Atombomber außer Gefecht gesetzt zu haben.

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, erklärte, dass bei den Angriffen vier Menschen ums Leben kamen und zwanzig weitere verletzt wurden. Sechzehn der Verletzten wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Die ukrainische Luftwaffe gab bekannt, dass sie im Laufe der Nacht insgesamt 406 der 452 russischen Raketen und Drohnen über Kiew und anderen Regionen abwehren konnte. Dennoch verursachten zahlreiche Raketen in Kiew schwere Schäden.

Die russischen Angriffe führten zu Störungen im U-Bahn-Netz von Kiew und beeinträchtigten den städtischen Nahverkehr. Im Stadtteil Solomjanskyj schlug eine russische Drohne in ein Wohnhaus ein, riss ein großes Loch in das Gebäude und löste einen Brand aus. Glücklicherweise stürzte das Gebäude nicht ein, wodurch eine noch größere Katastrophe verhindert wurde.

MENSCHEN SUCHTEN SCHUTZ IN U-BAHN-STATIONEN

Im weiteren Verlauf der Nacht suchten die Bewohner der Hauptstadt Schutz in U-Bahn-Stationen und Tiefgaragen, während auch andere Teile des Landes von den Angriffen betroffen waren. In der westlichen Stadt Ternopil wurden Industrieanlagen und Infrastruktur ins Visier genommen, was in einigen Gebieten zu Stromausfällen führte. In der Stadt Luzk wurden fünf Personen verletzt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rief die USA und Europa dazu auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. Selenskyj sagte: „Wenn jemand keinen Druck ausübt und zulässt, dass der Krieg weiterhin Menschenleben fordert, ist das eine Mittäterschaft.“