Sanktionsschlinge um russisches Öl zieht sich enger!

Die von den USA und den G7-Staaten gegen russisches Öl verhängte Sanktionsschlinge zieht sich weiter zu. Russlands Großabnehmer reduzieren ihre Ölimporte unter Verweis auf die Sanktionsdrohungen.

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Seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 werden indische Ölraffinerien, die nach China der zweitgrößte Abnehmer Moskaus sind, aufgrund der durch die Sanktionen entstandenen Risiken keine Tanker mehr akzeptieren, die von der staatlich betriebenen Sovcomflot betrieben werden.

Seit Anfang Oktober haben die USA die Sanktionen gegen eine breitere Flotte von Tankern, die russisches Rohöl transportieren, verschärft.

Dieser Schritt hat das Potenzial, die Öleinnahmen Russlands schrittweise zu verringern, was eines der zentralen politischen Ziele der USA und ihrer Verbündeten ist.

40 TANKER AUF DER SANKTIONSLISTE

Unterdessen haben die USA seit Oktober 2023 Sanktionen gegen 40 verschiedene russische Öltanker verhängt.

Richard Bronze, Experte bei der Beratungsfirma Energy Aspects, sagte: "Der Druck auf Russlands Exporte, insbesondere in Richtung Indien, nimmt stetig zu. Wir befinden uns in einer Phase, in der die Reibungspunkte im Zusammenhang mit den Sanktionen sehr deutlich werden."

Greg Brew, Analyst bei der Eurasia Group in New York, erklärte: "Wir sehen definitiv, dass der Sanktionsdruck der USA sowohl auf russisches Rohöl als auch auf dessen Export zunimmt. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem es den USA schwerfällt, weitere Hilfe an die Ukraine zu senden, die Chancen der Ukraine auf dem Schlachtfeld zu schwinden beginnen und Russland die Oberhand gewinnt."

"WIR BEGRÜSSEN DAS"

Ein Sprecher des US-Finanzministeriums kommentierte: "Wir erwarten und begrüßen es, dass globale Ölabnehmer weniger bereit sind, Geschäfte mit Sovcomflot zu tätigen als in der Vergangenheit."

Ein weiterer Rückschlag für Moskau zeigte sich zudem beim Verkauf von raffinierten Kraftstoffen.

Daten von Kpler zufolge wurden in den zehn Tagen bis zum 17. März durchschnittlich 6,2 Millionen Barrel russischer Diesel auf den Markt gebracht. Dieser Wert markiert den höchsten Stand seit mindestens 2017.