Schadsoftware entdeckt, die es auf Gmail-Nutzer abgesehen hat: Warnung zur Vorsicht
Es wurde bekannt, dass eine Sicherheitslücke in Googles Gmail-Anwendung genutzt wird, um Konten von Nutzern zu übernehmen. Internetkriminelle verwenden eine Software namens Asteroth, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Google zu umgehen und Gmail-Konten zu stehlen. Experten haben Gmail-Nutzer dazu aufgerufen, im Umgang mit Asteroth vorsichtig zu sein.
12punto
Cybersicherheitsexperten haben Gmail-Nutzer dazu aufgerufen, bei einer neuen Phishing-Attacke, die die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) umgeht, vorsichtig zu sein. Es wurde festgestellt, dass eine Schadsoftware namens Astaroth Anmeldedaten, Authentifizierungscodes und Sitzungs-Cookies der Nutzer in Echtzeit stiehlt. Forscher wiesen darauf hin, dass die durch Asteroth entwickelte Cyberangriffsmethode mehr als 2 Milliarden Nutzer bedroht, die beliebte E-Mail-Dienste wie Gmail, Yahoo, AOL und Microsoft Outlook verwenden. Es wurde angegeben, dass Gmail die Plattform ist, auf der Asteroth unter den E-Mail-Anwendungen am effektivsten agiert.
Die Forscher stellten fest, dass Astaroth die Nutzer auf eine gefälschte Anmeldeseite weiterleitet. Diese Seite ahmt die Benutzeroberfläche des echten E-Mail-Dienstes nach und kopiert die Anmeldedaten, sobald die Nutzer diese eingeben.
Laut einem Bericht der Daily Mail erklärten Experten, dass die Nutzer den Angriff nicht bemerken, da sie auf der gefälschten Seite keine Sicherheitswarnungen sehen. Es wurde mitgeteilt, dass die Angreifer die erbeuteten Informationen nutzen können, um Konten zu übernehmen oder sie im Darknet zu verkaufen.
Das Cybersicherheitsunternehmen SlashNext berichtete, dass Astaroth im Darknet für nur 2.000 Dollar an Hacker verkauft wird. SlashNext behauptete, dass der unbekannte Verkäufer Updates für sechs Monate anbietet, die es den Angreifern ermöglichen, Cybersicherheitsmaßnahmen zu umgehen. Dies erschwere die Erkennung und Abwehr des Angriffs, hieß es.
WIE FUNKTIONIERT DER CYBERBETRUG?
Phishing-Angriffe beginnen in der Regel damit, dass Nutzer auf einen verdächtigen Link klicken. Diese Links werden meist in gefälschten E-Mails versendet, die attraktive Angebote wie die Rückgewinnung von Bankdaten oder Rückerstattungen enthalten. Wenn Nutzer auf diese Links klicken, geben sie ihre persönlichen Daten an Betrüger weiter.
Google gab bekannt, dass es täglich etwa 100 Millionen Phishing-E-Mails blockiert. Die Behörden betonten, dass die Nutzer ebenfalls vorsichtig sein müssen, um solche Angriffe zu verhindern. In der Erklärung von Google wurden die Nutzer davor gewarnt, auf verdächtige Links zu klicken und Sicherheitsmaßnahmen wie 2FA aktiv zu halten.
Laut Cybersicherheitsexperten basiert die Funktionsweise von Astaroth darauf, dass Browseranfragen der Nutzer auf einen bösartigen Server umgeleitet werden. Die Software sorgt dafür, dass dieser Server als Vermittler zwischen dem echten E-Mail-Dienst und dem Opfer fungiert.
In diesem Prozess werden alle vom Nutzer eingegebenen Informationen an den Angreifer weitergeleitet. Der Angreifer kann diese Informationen nutzen, um auf Konten zuzugreifen und die erbeuteten Daten im Darknet zum Verkauf anzubieten.
Experten erinnerten daran, dass der effektivste Weg, sich vor Phishing-Angriffen zu schützen, darin besteht, bei verdächtigen E-Mails und Links vorsichtig zu sein. Google wies darauf hin, dass Nutzer besonders bei E-Mails, die persönliche Informationen abfragen, vorsichtig sein und Nachrichten, die angeblich von offiziellen Stellen stammen, verifizieren sollten. Experten betonten, dass die Nutzung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen wie 2FA die Kontosicherheit erhöht.