Scharfe Reaktion aus Polen an Deutschland: 'Inakzeptabel'
Polen bezeichnete die Entscheidung Deutschlands, Kontrollen an seinen Landgrenzen einzuführen, als 'inakzeptabel'.
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Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bezeichnete die Entscheidung Deutschlands, als Maßnahme gegen irreguläre Migration Identitätskontrollen an den Grenzen zu den Nachbarländern einzuführen, als 'inakzeptabel'.
Tusk kritisierte die Entscheidung Deutschlands zur Kontrolle der Landgrenzen auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Warschau.
Tusk erklärte, dass diese Entscheidung Deutschlands eine 'faktische weitgehende Aussetzung des Schengen-Raums' bedeute und sagte: 'Polen braucht keine Verstärkung der Kontrollen an unseren Grenzen, sondern eine stärkere Beteiligung von Ländern wie Deutschland am Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union und an der Gewährleistung ihrer Sicherheit.'
Tusk betonte, dass die Entscheidung bezüglich der Landgrenzen 'inakzeptabel' sei und erklärte, dass sie diesbezüglich Kontakt mit anderen Ländern der Europäischen Union (EU) aufnehmen würden.
Die deutsche Bundesinnenministerin Nancy Faeser hatte am 9. September angekündigt, dass zur Begrenzung der irregulären Migration und zum Schutz der inneren Sicherheit vorübergehende Binnengrenzkontrollen an den Landgrenzen des Landes eingeführt würden.
Am selben Tag hatte der ungarische Staatssekretär Bence Rétvári argumentiert, dass die EU sein Land dazu zwinge, irreguläre Migranten aufzunehmen, und erklärt, dass sie die Migranten mit einem Einwegticket nach Brüssel schicken würden.
Die Europäische Kommission (EU) teilte zudem mit, dass EU-Mitgliedstaaten Binnengrenzkontrollen im Schengen-Raum nur in Ausnahmefällen anwenden dürften und dass sie mit der deutschen Regierung, die eine entsprechende Entscheidung getroffen habe, in Kontakt stünden.