Scharfe Reaktion der EU auf Trumps Drohungen gegen Spanien: Wir werden stark und schnell antworten
Im Rahmen eines von der EU-Delegation in der Türkei in Brüssel organisierten Presseprogramms traf sich ein Sprecher mit Journalisten und beantwortete Fragen zu den Spannungen zwischen den USA und Spanien bezüglich der Angriffe auf den Iran und der Nutzung von Militärstützpunkten.
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Ein Sprecher der Europäischen Kommission erklärte, dass die EU "dies als eine sehr ernste Eskalation betrachten" und stark sowie schnell reagieren werde, sollten die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Spanien, das auf die Angriffe auf den Iran reagiert hatte, wahr werden.
Der Sprecher sagte: "Um es allgemein auszudrücken: Sie wissen, dass wir im Presseraum der EU-Kommission manchmal ein wenig frustriert sind, wenn wir sehen, wie effektiv Präsident Trump die Agenda bestimmt."
Der Sprecher betonte, dass man sich als EU-Kommission "immer dafür entscheidet, ruhig zu bleiben und nicht auf jede Drohung zu reagieren", und fuhr wie folgt fort:
"Trump hat bereits früher solche Drohungen ausgesprochen. Im Februar drohte er damit, jedes Land ins Visier zu nehmen, das Truppen in Grönland stationiert. Sie haben damals deutlich gesehen, dass es sehr effektiv war, dass die EU-Länder und die EU-Institutionen mit einer Stimme sprachen, um ihn zum Einlenken zu bewegen. Auch in diesem Fall, was Spanien betrifft, ist bisher alles nur eine Drohung. Im Moment haben wir keinen wirklichen Grund zu der Annahme, dass daraus mehr als eine Drohung wird."
Der Sprecher erklärte, dass man im Falle einer Umsetzung der Drohung, spanische Importe in die USA mit zusätzlichen Zöllen zu belegen, "dies als eine sehr ernste Eskalation betrachten" werde und fügte hinzu: "Ich denke, wir werden eine starke und schnelle Reaktion der EU sehen. Ich kann nicht genau sagen, wie diese aussehen wird, aber wir haben starke Instrumente. Wir ziehen es vor, diese nicht einsetzen zu müssen, aber wir werden es tun, wenn es nötig ist."
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte die Angriffe der USA und Israels auf den Iran scharf kritisiert, erklärt, dass dies gegen das Völkerrecht verstoße, und mitgeteilt, dass er die Nutzung spanischer Stützpunkte nicht gestatten werde. Präsident Trump hatte daraufhin damit gedroht, alle Handelsbeziehungen zu Spanien abzubrechen.