Schatz- und Finanzminister Mehmet Şimşek gab in Amerika ein Interview

Schatz- und Finanzminister Mehmet Şimşek sprach mit dem bekannten CNN-Moderator Richard Quest. Die Fragen, die Quest Şimşek zur Wirtschaft stellte, sorgten für Aufsehen.

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Şimşek gab dem bekannten CNN-Moderator Richard Quest ein Interview.

Die Fragen, die Richard Quest an Şimşek richtete, sorgten insbesondere durch die Botschaften zur Inflation für großes Aufsehen.

'BLÄHEN SIE IHRE SCHULDEN AUF?'

Richard Quest stellte kritische Fragen wie: "Wie wollen Sie das alles erreichen, ohne von Ihrem Weg abzuweichen? Blähen Sie Ihre Schulden auf? Reparieren Sie den Schaden, den Ihre eigene Regierung verursacht hat?"

"WIR SORGEN FÜR FISKALISCHE DISZIPLIN"

Şimşeks Antwort auf diese Fragen lautete: "Langfristig schließen sich Wachstum und Desinflation nicht gegenseitig aus. Tatsächlich haben wir in den 20 Jahren seit der Senkung der Inflation vor 20 Jahren die reale BIP-Wachstumsrate der Türkei im Vergleich zu den vorangegangenen 20 Jahren um etwa 1,5 Prozentpunkte gesteigert. 

Der beste Weg, nachhaltig hohe Wachstumsraten zu erzielen, ist Preisstabilität. 

Das Verhältnis von Staatsverschuldung zum BIP liegt in der Türkei bei 29,5 Prozent; in den Schwellenländern liegt der Durchschnitt bei 69 Prozent. Es gibt also keinen Grund zur Übertreibung. 

Wir sorgen für fiskalische Disziplin. Seien wir jetzt fair. Ich respektiere Ihre Sichtweise, aber wir haben letztes Jahr ein schweres Erdbeben erlebt, das ein großes Loch in den Haushalt gerissen hat. Wenn ich von der Wiederherstellung der finanziellen Gesundheit spreche, meine ich damit den Umgang mit dem enormen Ausgabendruck, der durch das Erdbeben entstanden ist."

BEWERTUNG DER STEIGENDEN SPANNUNGEN IM NAHEN OSTEN

Minister Şimşek äußerte sich auch zu den Auswirkungen der hohen Spannungen im Nahen Osten auf die Wirtschaft. Şimşek kritisierte die israelische Regierung aufgrund der Spannungen und erklärte: „Das ist etwas, das uns nachts wach hält, denn eine Eskalation der Spannungen ist das Worst-Case-Szenario, bei dem die tatsächlichen Energiepreise und Lieferketten beeinträchtigt würden. 

Das ist keineswegs eine wünschenswerte Situation. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt; die mangelnde Achtung des humanitären Völkerrechts führt ebenfalls zu vielen Spannungen.

Ich denke, dass das Risiko einer Radikalisierung der Völker in der Region nicht gering ist und die Welt daher handeln muss. Das bedeutet, dass Israel das humanitäre Völkerrecht respektieren muss.“