Schlechte Nachrichten für die Türkei von US-Präsident Trump
US-Präsident Donald Trump hat eine Verordnung unterzeichnet, die die Einführung von Zöllen als Reaktion auf Digitaldienstleistungssteuern vorsieht, die gegen amerikanische Unternehmen erhoben werden.
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US-Präsident Donald Trump setzt seit seinem Amtsantritt weiterhin auf harte und radikale Schritte in seiner Wirtschaftspolitik. Zuletzt unterzeichnete er eine Verordnung, die die Einführung von Zöllen als Reaktion auf Steuern vorsieht, die von ausländischen Regierungen – wie etwa Digitaldienstleistungssteuern – gegen amerikanische Unternehmen erhoben werden. Dieser Schritt betrifft viele Länder, insbesondere die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und die Türkei.
VORWURF DER „SCHIKANE“ GEGEN AMERIKANISCHE UNTERNEHMEN
In einer Erklärung des Weißen Hauses hieß es, die Trump-Administration habe diese Entscheidung getroffen, um amerikanische Unternehmen vor „Schikanen“ im Ausland zu schützen. Es wurde festgehalten, dass der Handelsbeauftragte der USA die Befugnis erhalten habe, die bereits in Trumps erster Amtszeit eingeleiteten Untersuchungen zu Digitaldienstleistungssteuern wieder aufzunehmen und Länder, die amerikanische Unternehmen diskriminieren, genau unter die Lupe zu nehmen.
Insbesondere die Regelungen der Europäischen Union für die digitale Wirtschaft, das Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act) und das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act), werden von der Trump-Administration geprüft. Washington argumentiert, dass diese Gesetze amerikanische Unternehmen mit unfairen Steuern belegen und den kommerziellen Wettbewerb behindern.
TÜRKISCHE DIGITALDIENSTLEISTUNGSSTEUER SEIT FÜNF JAHREN IN KRAFT
Die in der Türkei im Jahr 2019 in Kraft getretene Digitaldienstleistungssteuer wird angewendet, wenn die aus digitalen Diensten erzielten Einnahmen bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Im Rahmen dieser Steuer, die in der Türkei seit fünf Jahren gilt, wurden insgesamt 41,3 Milliarden TL an Einnahmen erzielt. Trumps Entscheidung könnte dazu führen, dass die Türkei und viele andere Länder in Bezug auf Digitaldienstleistungssteuern in einen Konflikt mit Washington geraten.
SANKTIONSBESCHRÄNKUNGEN GEGEN CHINA
Unterdessen unterzeichnete Trump eine weitere Verordnung, die Investitionen Chinas in strategische Sektoren der USA einschränkt. In der Erklärung des Weißen Hauses wurde betont, dass diese Entscheidung aus Gründen der nationalen Sicherheit getroffen wurde. Demnach werden für chinesische Investitionen, insbesondere in den Bereichen Technologie, kritische Infrastruktur, Gesundheit, Landwirtschaft, Energie und Rohstoffe, strenge Beschränkungen eingeführt.
Das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) wird strengere Kontrollmechanismen schaffen, um chinesische Investitionen in diesen Bereichen zu verhindern. In der Erklärung wurde betont, dass neue Regeln eingeführt werden, um den Missbrauch von amerikanischem Kapital und amerikanischer Technologie durch ausländische Konkurrenten wie China zu verhindern.