Schokoladenpreise erreichen zum Valentinstag Rekordniveau

Aufgrund eines weltweiten Kakaomangels sind die Schokoladenpreise global in die Höhe geschossen. Schlechte Wetterbedingungen in Ghana und der Elfenbeinküste erschweren die Verfügbarkeit von Kakao und Zucker auf dem internationalen Rohstoffmarkt, was die Preise auf ein historisches Hoch getrieben hat.

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Schokolade, eines der meistverkauften Produkte zum Valentinstag, bricht dieses Jahr weltweit Preisrekorde. Die Elfenbeinküste und Ghana, die 60 % des weltweiten Kakaos produzieren, haben aufgrund schlechter Wetterbedingungen sowie zunehmender Pflanzenkrankheiten einen erheblichen Teil ihrer Ernten verloren. 

KAKAONACHSCHUB UNZUREICHEND

Der Forschungsanalyst für Kakao- und Zuckermärkte bei S&P Global, Sergey Chetvertakov, erklärte gegenüber CNBC zur rückläufigen Kakaoproduktion in Ghana und der Elfenbeinküste: „Dies hat zu einem Produktionsrückgang geführt und einen Mangel an Kakaoangebot auf dem Markt verursacht“. Chetvertakov fügte hinzu, dass das Kakaoangebot nun das dritte Mal in Folge unzureichend sei und sich dies in naher Zukunft nicht verbessern werde.

Die Kakaopreise sind seit Jahresbeginn um 40 % gestiegen. Der Preis für eine Tonne Kakao liegt derzeit bei 5874 Dollar. 

DIE FOLGEN VON EL NIÑO

Der leitende Vizepräsident des Wells Fargo Agricultural Food Institute, David Branch, dessen Ansichten im CNBC-Bericht zitiert wurden, erklärte, dass die aktuelle Situation eine Folge von El Niño sei und fügte hinzu, dass dies auch die Zuckerpreise beeinflusse. 

El Niño ist ein Begriff, der verwendet wird, um große Schwankungen der Meerestemperaturen zu beschreiben, die die atmosphärischen Temperaturen beeinflussen. 

Laut NielsenIQ, einem Unternehmen für globale Preisanalyse, sind die Schokoladenpreise weltweit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 % gestiegen. 

Dennoch erwarten Experten nicht, dass der Preisanstieg die Nachfrage weltweit bereits senken wird.