Schweden: 'Unser Staatsbürger wurde heute im Iran hingerichtet'
Die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard gab bekannt, dass ein schwedischer Staatsbürger, der im Juni letzten Jahres festgenommen worden war, heute im Iran hingerichtet wurde.
İHA
Nachdem im Iran heute eine Person wegen angeblicher Spionage für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad hingerichtet wurde, kam eine offizielle Stellungnahme aus Schweden.
Die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard bestätigte, dass es sich bei der hingerichteten Person um einen schwedischen Staatsbürger handelte. Stenergard erklärte, dass die namentlich nicht genannte Person im Juni letzten Jahres im Iran festgenommen worden sei und dass Schweden dieses Thema mehrfach mit den iranischen Behörden erörtert habe.
Die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard sagte: "Die Todesstrafe ist eine unmenschliche, grausame und unumkehrbare Strafe. Schweden verurteilt ihre Anwendung unter allen Umständen, gemeinsam mit dem Rest der Europäischen Union." Stenergard fügte zudem hinzu, dass das rechtliche Verfahren, das zur Hinrichtung führte, nicht den Standards eines fairen Prozesses entsprochen habe.
In einem Bericht der Nachrichtenagentur Mizan, die der iranischen Justiz untersteht, hieß es heute, dass eine Person namens Kurosh Keyvani für schuldig befunden wurde, dem Mossad Bilder und Informationen über sensible Orte im Iran geliefert zu haben, und daraufhin zum Tode verurteilt worden sei. Es wurde mitgeteilt, dass das Todesurteil gegen Keyvani nach Abschluss des rechtlichen Verfahrens und der Bestätigung durch den Obersten Gerichtshof in den Morgenstunden vollstreckt wurde. Es hieß weiter, Keyvani sei vom israelischen Geheimdienst über das Internet rekrutiert worden und der erste Kontakt sei durch einen persischsprachigen Mossad-Agenten hergestellt worden.