Schweiz stimmt über Begrenzung der Bevölkerungszahl ab
Am 14. Juni wird in der Schweiz ein Plan zur Volksabstimmung gestellt, der eine Begrenzung der Landesbevölkerung auf 10 Millionen Menschen vorsieht.
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Der Plan, die Bevölkerung des Landes auf 10 Millionen zu begrenzen, hat bei Unternehmen, die auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sind, Besorgnis ausgelöst. Firmen wie Roche, Novartis und Google warnen, dass eine drastische Einschränkung der Zuwanderung den Zugang zu internationalen Talentpools erschweren könnte.
Globale Unternehmen mit Sitz in der Schweiz wie Roche, Novartis, Google und Logitech sind besorgt, dass der im Juni zur Abstimmung stehende Plan zur Bevölkerungsbegrenzung den Zugang zu internationalen Talenten erschweren könnte.
Wie Bloomberg berichtet, wird am 14. Juni in der Schweiz ein Plan zur Volksabstimmung gestellt, der eine Begrenzung der Landesbevölkerung auf 10 Millionen Menschen vorsieht. Da die Bevölkerung bereits die Marke von 9,1 Millionen überschritten hat, müsste die jährliche Zuwanderung um mindestens die Hälfte reduziert werden, um das im Vorstoß vorgeschlagene Limit bis zum Jahr 2050 nicht zu überschreiten.
Es wird erwartet, dass die geplante Regelung zahlreiche Sektoren betreffen wird – von Produktionsunternehmen, die in den letzten Jahren Hunderttausende Arbeitskräfte zur Deckung ihres Bedarfs ins Land geholt haben, bis hin zu Banken und Technologieunternehmen.
Die Roche Holding beschäftigt an ihrem Hauptsitz in Basel Mitarbeiter aus mehr als 100 Ländern. Doch der Zugang zu dem internationalen Talentpool, von dem das Unternehmen seit Langem profitiert, könnte in weniger als einem Monat vor einer ernsthaften Bedrohung stehen.
Der Verwaltungsratspräsident von Roche, Severin Schwan, bezeichnete den Vorschlag als "gefährlich für unsere Gesellschaft und Wirtschaft". In einer Rede zu Jahresbeginn betonte Schwan: "Die Schweiz kann ihren Bedarf an klugen Köpfen nicht aus eigener Kraft decken."
Schwab unterstrich die Bedeutung, die Grenzen für die talentiertesten Menschen aus aller Welt offen zu halten, und bezeichnete dies als "lebenswichtig".
Während Google in Zürich mehr als 5.000 Menschen aus 85 Ländern beschäftigt, betont auch Logitech-CEO Hanneke Faber die Bedeutung des internationalen Talentpools für die Eidgenössische Technische Hochschule.
Demgegenüber argumentieren rechtsgerichtete Kampagnenführer, dass die hohen Gehälter und Lebensstandards der Schweiz das Land für ausländische Arbeitskräfte attraktiv machen und behaupten, das Bevölkerungswachstum sei außer Kontrolle geraten. Umfragen zeigen, dass die Meinungen der Wähler zu diesem Thema gespalten sind, und die Wahrscheinlichkeit einer Annahme des Vorschlags wird intensiv diskutiert.
Im Gegensatz zu anderen einwanderungsfeindlichen Bewegungen in Europa wird darauf hingewiesen, dass die Initiative in der Schweiz nicht nur Asylbewerber und Flüchtlinge betreffen könnte, sondern auch hochbezahlte Banker, Wissenschaftler und Ingenieure.
Novartis erklärte, dass der Zugang zu internationalen Talenten für Unternehmen von entscheidender Bedeutung sei, während Nestlé betonte, dass qualifizierte Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern dazu beitragen, die Innovationskraft und Stärke des Landes zu erhalten.
Für die Unternehmen besteht das Risiko nicht nur in einem kleineren Arbeitskräftepool, sondern auch darin, dass die Beziehungen zur Europäischen Union (EU), dem größten Exportmarkt der Schweiz, Schaden nehmen könnten.