Selenskyj fordert Türkei als Friedensbeobachter im Schwarzen Meer
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Wunsch bekräftigt, dass die Türkei eine Vermittlerrolle bei den Friedensgesprächen mit Russland übernehmen soll. Mit Bezug auf die zwischen ukrainischen und russischen Vertretern erzielte Vereinbarung, Handelsschiffe im Schwarzen Meer nicht anzugreifen, forderte Selenskyj, dass die Türkei als Beobachter in der Region fungiert.
İHA
Nach den unter US-Vermittlung in Saudi-Arabien geführten Gesprächen haben sich Russland und die Ukraine darauf geeinigt, die militärischen Auseinandersetzungen im Schwarzen Meer einzustellen. Selenskyj gab auf einer Pressekonferenz bekannt, dass die Vereinbarung mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten sei. Selenskyj, der möchte, dass die Türkei als Beobachter fungiert, damit Russland die im Schwarzen Meer getroffene Vereinbarung einhält, erklärte, dass die Gespräche diesbezüglich noch nicht begonnen hätten.
Selenskyj merkte an, dass die Türkei als Beobachter für die Überwachung des Waffenstillstands im Schwarzen Meer fungieren könnte, und äußerte, dass Länder des Nahen Ostens bei der Verfolgung von Verstößen gegen die Energieinfrastruktur eingeschaltet werden könnten. Selenskyj betonte, dass offizielle Gespräche zu diesem Thema noch nicht begonnen hätten.
'ICH VERTRAUE RUSSLAND NICHT'
Selenskyj teilte mit, dass sie den US-Behörden eine Liste der zu schützenden Anlagen übermittelt hätten, um die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur zu stoppen. Er wies darauf hin, dass kein Punkt bezüglich des Exports von Agrarprodukten und Düngemitteln in die Vereinbarung aufgenommen wurde, und äußerte: 'Dies könnte die Wirkung der Sanktionen verringern.'
Selenskyj wies darauf hin, dass Russland dazu neige, frühere Vereinbarungen zu verletzen. Er sagte, sie würden von US-Präsident Donald Trump fordern, dass im Falle eines Bruchs der Verpflichtungen durch Moskau Waffenunterstützung geleistet und Sanktionen verhängt werden. Selenskyj sagte: 'Ich habe kein Vertrauen, dass Russland diese Regelungen einhalten wird.'
Der ukrainische Staatschef ging auch auf den von den USA vorgelegten Entwurf für ein Abkommen über wertvolle Bodenschätze ein und erklärte, dass sie den Text noch nicht im Detail geprüft hätten, der Vorschlag zur Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie jedoch nicht im Entwurf enthalten sei.