Selenskyj: Krieg soll noch in diesem Jahr schnell und gerecht beendet werden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass man den Russland-Ukraine-Krieg noch in diesem Jahr schnell und gerecht beenden wolle.

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Selenskyj sprach auf dem 55. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) im schweizerischen Davos.

Mit Blick auf die Amtsübernahme von Donald Trump merkte Selenskyj an, dass die ganze Welt auf die USA blicke. Er sei gespannt auf die Entscheidungen Trumps und darauf, wie dieser die Kriege beenden wolle.

Der ukrainische Präsident Selenskyj wies darauf hin, dass Trump mit seinen ersten Entscheidungen bereits klare Prioritäten gesetzt habe.

Selenskyj erinnerte daran, dass er bereits zuvor mit Trump über den Russland-Ukraine-Krieg gesprochen habe und dass Trump ebenfalls erklärt habe, den Krieg beenden zu wollen.

Selenskyj berichtete, er habe Trump mitgeteilt, dass man den Krieg in diesem Jahr nicht nur schnell, sondern auch auf gerechte Weise beenden wolle.

Selenskyj argumentierte, dass Trump teilweise falsche und „russlandfreundliche“ Informationen zur Ukraine erhalte, und betonte, wie wichtig es sei, dem US-Präsidenten korrekte Informationen zukommen zu lassen.

AUFRUF ZUR SCHAFFUNG EINES GEMEINSAMEN LUFTVERTEIDIGUNGSSYSTEMS

Selenskyj erklärte, dass Europa danach streben müsse, eine führende Rolle in der globalen Politik einzunehmen, und wies darauf hin, dass während der Kriegszeit jeder Verbündete Sorgen darüber habe, ob die USA weiterhin an ihrer Seite stehen würden.

Selenskyj sagte: „Gibt es in den USA jemals die Sorge, dass Europa sie eines Tages verlassen oder die Allianz aufkündigen könnte? Die Antwort lautet nein. Washington glaubt nicht, dass Europa ihnen wirklich etwas Wichtiges bieten kann.“

Selenskyj unterstrich, dass die europäischen Länder sich vereinen müssten, um die Geschichte zu gestalten, und forderte die Schaffung gemeinsamer Luftverteidigungssysteme für die Sicherheit Europas.

Selenskyj sagte: „Wir müssen die gemeinsame Produktion von Luftverteidigungssystemen starten, die einen zuverlässigen Schutz gegen alle Arten von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen bieten. Europa braucht seinen eigenen ‚Eisernen Dom‘, der jeder Bedrohung standhalten kann.“

Selenskyj erinnerte daran, dass Russland neue strategische Abkommen mit dem Iran und Nordkorea unterzeichnet habe, und sagte, dies stelle eine Bedrohung für die USA und Europa dar.

Selenskyj wies darauf hin, dass Russland die Kapazität habe, mehr Waffen und Munition zu produzieren als ganz Europa zusammen.

Selenskyj behauptete, dass Russland heute die Möglichkeit habe, bei Bedarf 1,5 Millionen Soldaten zu stationieren, und betonte, dass die europäischen Länder sich vereinen und selbst verteidigen müssten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Selenskyj erinnerte daran, dass Russland seinen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 mit etwa 200.000 Soldaten begonnen habe, und behauptete, dass Russland heute 608.000 Soldaten in der Ukraine habe.

Selenskyj erklärte, dass die von den Verbündeten zugesagte Hilfe noch nicht vollständig bei seiner Armee angekommen sei, und warnte, dass ohne Unterstützung und Sicherheitsgarantien für die Ukraine in Zukunft auch andere Länder Gefahr laufen könnten, Opfer russischer Angriffe zu werden.