Vorwurf von Selenskyj: China ist zum Spielball Russlands geworden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat China beschuldigt, Druck auf andere Länder auszuüben, damit diese nicht an der in der Schweiz geplanten Ukraine-Friedenskonferenz teilnehmen, um Russland zu unterstützen.
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Auf dem internationalen Sicherheitsforum Shangri-La-Dialog in Singapur erklärte der ukrainische Präsident Selenskyj, die Regierung in Peking übe Druck auf Führungspersönlichkeiten und Beamte einflussreicher Länder aus, um die Bemühungen Russlands zur Blockade der Konferenz zu unterstützen.
Der ukrainische Staatschef sagte: "Russland nutzt Chinas Einfluss in der Region und chinesische Diplomaten, um alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Konferenz zu verhindern."
Selenskyj betonte, es sei bedauerlich, dass ein so großes und unabhängiges Land wie China zu einem Werkzeug in den Händen des russischen Präsidenten Wladimir Putin geworden sei. "Dies bedeutet nicht nur Unterstützung für Russland, sondern Unterstützung für den Krieg", so Selenskyj.
Von chinesischer Seite gab es bisher keine Stellungnahme zu den Vorwürfen Selenskyjs.
CHINA NICHT BEI DER KONFERENZ
China hatte mitgeteilt, dass es nicht an der für den 15. bis 16. Juni in der Schweiz geplanten Ukraine-Friedenskonferenz teilnehmen werde, da das Treffen nicht seinen Erwartungen entspreche.
Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, hatte erklärt, dass eine Friedenskonferenz zur Lösung der Ukraine-Krise sowohl von Russland als auch von der Ukraine anerkannt werden müsse, die gleichberechtigte Teilnahme aller Parteien sichergestellt sein müsse und alle Friedenspläne diskutiert werden sollten. Sie argumentierte, dass das Treffen, zu dem die Regierung in Moskau nicht eingeladen wurde, diese Erwartungen nicht erfülle.
Sprecherin Mao hatte geäußert: "Aufgrund der Diskrepanz zwischen den von China vertretenen Prinzipien, die auch den Erwartungen der internationalen Gemeinschaft entsprechen, und den organisatorischen Rahmenbedingungen des Treffens ist eine Teilnahme Chinas an der Konferenz nicht möglich."